Uhrenmanufaktur Lange
Der exklusive Charme von „i SA“

Die Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne aus dem sächsischen Glashütte blüht wieder. Rund 400 Menschen arbeiten heute in dem beschaulichen Ort im Osten Deutschlands. Die noble Manufaktur stellt pro Jahr nur % 000 Uhren her und hat Erfolg mit kleinen Stückzahlen und einfachen Modellen.

GLASHÜTTE. „Es ist an der Zeit“, sagt Fabian Krone, „sich wieder auf die Wurzeln der Uhrmacherei zu konzentrieren“. An seinem rechten Handgelenk trägt der Geschäftsführer der Uhrenmanufaktur Lange das Modell „Richard Lange“. Nur drei Zeiger für Stunden, Minuten und Sekunden hat der hochpräzise und zugleich puristische Zeitmesser. Keine filigranen Raffinessen, keine protzige Pracht wie etwa bei einer Rolex. Selbst die Lange-typische Großdatumanzeige fehlt.

Neben Minimalismus steht die sächsische Uhrenmanufaktur auch für Exklusivität. Die Stückzahl von 5 000 pro Jahr für dieses und die 22 anderen Modelle der Manufaktur soll nicht gesteigert werden. Was bei Lange steigt, ist der Durchschnittspreis. Mit Sondereditionen wie den Tourbograph „Pour le Mérite“, den es nur in einer Auflage von 101 Stück gibt und der 380<&nbsp;000 Euro kostet, hat sich Lange an die Spitze der Feinuhrmachereien gesetzt. Branchenexperten zufolge soll der Umsatz inzwischen bei rund 120 Mill. Euro liegen.

Luxusuhren wie die von Lange oder Patek-Philippe oder Rolex sind weltweit sehr gefragt – besonders in Asien. Die Exportstatistik der Schweizer Uhrenindustrie zeigt steil nach oben. Auch bei der sächsischen Lange gibt es lange Wartelisten. 16 Jahre nach der Wende und dem erfolgreichen Wiederaufbau wäre es eigentlich an der Zeit durchzustarten. Wie die eidgenössische Konkurrenz könnten auch die Sachsen weit mehr Uhren produzieren. Zahlungskräftige Armgelenke gibt es genug, die sich der Marke entgegenstrecken. Auch böte der Uhren-Tick der Asiaten Raum für viele extravagante Modelle. In Glashütte ticken die Uhren jedoch anders.

Glashütte – das klingt nicht nur provinziell, das ist der wilde Osten Deutschlands. Von Dresden führt eine schmale Landstraße in das Erzgebirgsstädtchen: 4 500 Einwohner, ein Edeka, eine Tankstelle. 1845 legte Adolph Lange hier den Grundstein für die sächsische Feinuhrmacherei. „i/SA“ – in Sachsen hergestellt – wird zum Markenzeichen. Im Jahr 1898 etwa reist Kaiser Wilhelm II mit einer Lange-Taschenuhr als Gastgeschenk nach Konstantinopel. Nach dem Zweiten Weltkrieg und 40 Jahren DDR gelingt dem Urenkel Anfang der 90er Jahre das Comeback. Gemeinsam mit seinem Entwicklungsteam präsentiert Walter Lange 1994 vier neue Modelle. Die Fachpresse jubelt: Das „Made in Germany“ bei exklusiven mechanischen Uhren sei nicht länger Legende, sondern wieder Realität.

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