Ukraine-Konflikt
Russland will McDonald's-Produkte verbieten

Russland holt zum Schlag gegen die Fast-Food-Kette aus: Nachdem McDonald's seine Filialen auf der Krim geschlossen hat, wollen russische Verbraucherschützer nun Produkte des Burger-Primus verbieten.
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McDonald's gerät zwischen die Fronten in der Ukraine-Krise. Die russische Verbraucherschutz-Agentur will Produkte des Fast-Food-Riesen verbieten lassen. Das bestätigte eine Sprecherin des Moskauer Gerichts am Freitag. Demnach sollen einige Burger sowie Milkshakes und Eis von der Speisekarte der Restaurantkette verschwinden.

Der offizielle Grund für das Verbot: In einigen dieser Produkte sollen unangemessene Werte von „physikalisch-chemischen“ Substanzen gefunden worden sein. Die Verbraucherschützer wollen nun, dass das Gericht diese Gerichte für illegal erklärt. Zu den betroffenen Burgern zählen unter anderem zwei Cheeseburger und der Chicken Burger – allerdings nicht der Big Mac.

McDonald's selbst zeigte sich der Nachrichtenagentur Reuters gegenüber ahnungslos von dem Verfahren. Die US-Kette gab an, sie habe keine Beschwerde von der Verbraucheragentur erhalten und habe auch keine weiteren Informationen über den Vorgang. Das Essen werde nach den erlaubten russischen Standards hergestellt.

Möglicherweise steht das Verbot in Zusammenhang mit der Krim-Krise. Nicht nur hat der Westen gerade harte Sanktionen gegen Russland verhängt. Auch McDonald's selbst hat schon in der Ukraine-Krise reagiert: Nach der Annexion der Krim durch die Russen zog sich das Unternehmen von der Halbinsel zurück. Damals hatten einige russische Politiker gefordert, McDonald's in Russland zu schließen.

Am 13. August wird es eine erste Anhörung geben, sagte die Gerichtssprecherin. Im September könnte es dann zu einer Verhandlung kommen. McDonald's wollte dies nicht weiter kommentieren.

McDonald's betreibt mehr als 400 Filialen in Russland. Das Land gehört zu den sieben wichtigsten Märkten des Unternehmens außerhalb der USA und Kanada. Den ersten Ableger eröffnete McDonald's kurz nach der Wende 1990.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Verbieten ist immer der letzte Akt. Aber wenn Dank der Russen im eigenen Land hingeschaut wird ist es mir recht.
    Im Supermarkt steht eine große Anzahl von Leuten an der Kasse mit Übergewicht, wenn man in den Einkaufswagen schaut sieht man sofort woher das Übergewicht kommt. Da entsteht ein enormer volkswirtschaftlicher Schaden.
    Es wäre mal Auftrag der Presse dem nachzugehen.

  • Tolle Idee diesen Frass zu verbieten. So bekommen sie auch kein chinesisches Gammelfleisch der gerade erst geschlossenen chinesischen Firma Husi auf den Teller. Nc. will jetzt aus Thailand importieren. Das dürfte noch schlimmer werden. Kann mir nicht vorstellen das Russen gerne Hunde und Katzen auf dem Teller hätten. Es gibt so tolle russische Gerichte die sich auch als Fastfood eignen. Warum gibt es so etwas nicht Europa? Wir sollen uns mit dem Amimist vergiften lassen.
    Bin kein Putinfreund aber das wäre eine angemessene Reaktion auf diese Hetze seitens Amerika und Europa.

  • "Meine Seite" ist weder Russland noch Putin - meine Seite soll mir die halbwegs glaubhafte Politische Realität liefern, und die ist: Wenn in Russland MC-Donalds nicht mehr geduldet wird, habe ich dafür volles Verständnis. Die Überheblichkeit und Arroganz der Polit-Amerikaner ist ein so übler Afront, den ich mir persönlich nicht mehr gefallen lasse - MC-Donalds ist für tabu..! Die Lügen und Wahrheits-Manipulationen, mit denen der Irak-Krieg angefangen und Jahre-lang geführt wurde, von all den anderen gar nicht zu reden, sind für mich klare Kriegsverbrechen, die sich jetzt vielleicht schon bald wiederholen sollen. Der Westen hätte die Macht, den Frieden durch gewollte Diplomatie zu sichern. Aber nein, wenn selbst unsere Wehr-Misterin, Mutter von vielen Kindern, sich im blinden Kriegs-Geschrei verfängt, kann ich nur sagen: Alle sind durchgeknallt und sind krank im Kopf..!

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