Umbenennung: Rewe flaggt „Minimal“-Supermärkte um

Umbenennung
Rewe flaggt „Minimal“-Supermärkte um

Der Markenname „Minimal“, unter dem Rewe seine in Eigenregie betriebenen Supermärkte führt, soll demnächst vom Markt verschwinden. Das erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen des Kölner Handelskonzerns. Vor kurzem erst hatte Vorstandschef Achim Egner damit begonnen, die konzerneigenen Otto-Mess-, HL- und Stüssgen-Supermärkte auf das „Minimal“-Konzept umzuflaggen.

HB DÜSSELDORF. Nun sollen sämtlich Märkte den Namen „Rewe“ erhalten. Nach außen hin wären sie damit nicht mehr zu unterscheiden von den formal selbstständigen Rewe-Genossenschaftlern, die lediglich vom Großhandel des Konzerns beliefert werden.

Ein Firmensprecher wollte dies nicht kommentieren und verwies auf eine für den kommenden Montag anberaumte Pressekonferenz. Wie es im Konzern weiter heißt, werden die selbstständigen Rewe-Kaufleute im Gegenzug in ein gemeinsames Vertriebskonzept mit Minimal eingebunden. Die über 1 000 Rewe-Großhandelskunden werden dann von demselben Außendienst betreut wie die konzerneigenen 1 500 Supermarktfilialen. Die Verantwortung für den Vertrieb übernehmen die von neun auf sechs Gesellschaften reduzierten Regionalniederlassungen, sie sollen von den Rewe-Großhändlern geleitet werden.

Mit dieser Entscheidung schafft Egner nicht nur den lange ersehnten einheitlichen Markenauftritt seiner Supermärkte. Dem Konzern dürfte dies zudem erhebliche Einsparungen bringen, weil zahlreiche strategische Geschäftseinheiten nicht mehr doppelt besetzt werden.

Im Konzern rechnet man damit, dass es durch die Zusammenlegung der Vertriebsschienen zu Filialschließungen kommen wird, weil sich in einigen Städten die Einzugsgebiete der Minimal- und Rewe-Märkte überlappen. Ein Konzernsprecher schloss dies nicht aus, verwies aber darauf, dass auch Neueröffnungen geplant seien. Die Arbeitnehmerschaft signalisiert trotz des befürchteten Personalabbaus Kompromissbereitschaft. Gesprächen über Interessenausgleiche, Versetzungen und Abfindungen habe Egner bereits zugestimmt, heißt es.

Zudem arbeitet der Kölner Konzern an einer Einkaufsgemeinschaft mit den Handelskonzernen Leclerc (Frankreich), Conad (Italien) und Coop (Schweiz), die unter dem Namen Copernic ein Handelsvolumen von 83 Mrd. Euro bündeln und damit für Rewe die Einkaufspreise reduzieren soll. Eine Unterschrift gebe es aber noch nicht, sagte ein Konzernsprecher.

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