Umfrage unter 3 600 Unternehmen
Direktwerbung boomt im Internet

Die deutsche Direktmarketingbranche rechnet in diesem Jahr mit steigenden Werbeaufwendungen. Nach einer Umfrage des Deutschen Direktmarketing-Verbandes (DDV) unter seinen Mitgliedern gibt knapp die Hälfte der Befragten an, im ersten Halbjahr 2006 den Umsatz gesteigert zu haben.

HB FRANKFURT. Rund 50 Prozent rechnen mit einer positiven Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte. „Die Treiber für diesen positiven Trend sind nach Branchen betrachtet vor allem die Bereiche Banken, Finanzen, Dienstleistungen und die Automobilindustrie“, sagt Patrick Tapp, Vizepräsident des Verbandes. Von den knapp 800 Mitgliedsunternehmen des Verbandes haben sich 26 Prozent an der Umfrage beteiligt. Absolute Zahlen zum Direktwerbevolumen veröffentlicht der Verband nicht, da die Töchter börsennotierter Werbekonzerne angesichts der Sabanes–Oxley-Bestimmungen keine Länder-Umsätze bekannt geben.

Nach der jüngst veröffentlichten Direktmarketing-Studie der Deutschen Post haben Unternehmen in Deutschland im vergangenen Jahr 31,7 Mrd. Euro für Direktmarketing ausgegeben, ein Prozent weniger als im Jahr zuvor. Den gesamten Werbemarkt in Deutschland schätzt die Studie auf 67 Mrd. Euro. Die Studie basiert auf einer Befragung von mehr als 3 600 Unternehmen in Deutschland. Den leichten Rückgang in der Direktwerbung führt die Studie unter anderem darauf zurück, dass die absolute Zahl der hier aktiven Unternehmen im Vergleich zu 2004 leicht gesunken ist. Das meiste Geld geben Firmen dabei nach wie vor für adressierte Werbesendungen aus (11,8 Mrd. Euro). Hohe Zuwächse von 24 Prozent auf 5,1 Mrd. Euro gibt es bei den Aufwendungen für das Internet.

Dieses Medium wird sich nach Meinung der meisten DDV-Mitglieder auch in den nächsten Jahren unter den Direktmarketingkanälen am besten entwickeln, gefolgt von E-Mail- und Mobile Marketing und der klassischen adressierten Werbesendung.

Auch die Mediaagentur Zenith Optimedia prophezeit der Reklame via Internet rasantes Wachstum. Wie die gerade veröffentlichte Prognose zeigt, soll Onlinewerbung in Großbritannien und Schweden in diesem Jahr erstmals mehr als zehn Prozent der gesamten klassischen Werbeinvestitionen erreichen.

Zenith berücksichtigt bei seiner Prognose außer Online aber nur die klassischen Werbeträger TV, Print, Radio, Außenwerbung sowie Kino, nicht dagegen die Kanäle des Direktmarketing. Weltweit soll der Anteil der Internetwerbung am klassischen Werbekuchen 2006 von 4,7 auf 5,7 Prozent steigen.

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