Umfrage: Viele Deutsche sparsamer
Einzelhandel zufrieden mit drittem Advent

Das Weihnachtsgeschäft hat am dritten Advent weiter angezogen. Laut HDE wurde das gute Geschäft vom vergangenen Samstag «noch übertroffen».

HB BERLIN. Der Einzelhandel hat für den dritten Adventssamstag ein positives Fazit gezogen. Die Geschäfte hätten eine «deutliche Belebung der Nachfrage im Weihnachtsgeschäft» verzeichnet, teilte der Hauptverband des deutschen Einzelhandels (HDE) in Berlin unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage bei Warenhäusern und Fachgeschäften mit.

«Selbst das gute Geschäft vom vergangenen Samstag ist noch übertroffen worden», sagte HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr. Er sprach von einer äußerst guten Stimmung der Einzelhändler. Mit dem Herannahen der Festtage wüchsen Interesse und Kaufbereitschaft der Kunden, so Pellengahr weiter.

Offenbar zeigten sich die Deutschen zwei Wochen vor Weihnachten kauffreudig wie lange nicht mehr: Die Innenstädte und Geschäfte waren gerammelt voll. Der Geschäftsführer der Leipziger Galeria Kaufhof, Klaus-Peter Kempf, berichtete, auf den Rolltreppen stünden die Menschen dicht gedrängt. «Das Haus ist voll.»

«Die Kunden haben wieder Spaß am Kaufen», bestätigte der Geschäftsführer des bayerischen Einzelhandels, Bernd Ohlmann, die Einschätzung des HDE. Als Renner erwies sich neben PC- und Gesellschaftsspielen, Uhren, Schmuck, Büchern und Unterhaltungselektronik an diesem Samstag auch Winterbekleidung, da es merklich kühler geworden ist.

Auch die Plattenfirmen sind bislang mit dem Adventshandel zufrieden: «Das Weihnachtsgeschäft mit Musik ist sehr gut angelaufen», sagte der Vorsitzende der deutschen Phono-Verbände, Gerd Gebhardt, der Nachrichtenagentur dpa. Der Absatz liege bisher über dem Vorjahreswert.

In diesem Jahr erwartet der Einzelhandel den absoluten Höhepunkt des Weihnachtsgeschäfts für das kommende vierte Adventswochenende, da dann bis Heiligabend noch eine Woche hin ist. Wie der HDE weiter mitteilte, ist das Geschäft an den Wochentagen noch ausbaufähig. Nach Erwartungen der Geschäftsleute werde es in der Zeit bis Heiligabend noch kräftig zulegen, hieß es.

Demgegenüber berichtete am Samstag aber das Magazin «Der Spiegel» unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest, dass immerhin 52 Prozent der Bundesbürger in diesem Jahr weniger Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben wollen als 2003. Damit liege der Anteil der Sparer noch um drei Prozentpunkte höher als bei einer ähnlichen Umfrage vor einem Jahr. Nur eine Minderheit von zehn Prozent wolle mehr für Geschenke ausgeben.

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