Umfrageergebnis
Deutsche geizen zu Weihnachten mit Geschenken

Dem deutschen Einzelhandel droht zum vierten Mal in Folge ein schrumpfendes Geschäft vor Weihnachten. Nach einer am Freitag abgeschlossenen Online-Umfrage unter 1 000 Verbrauchern, die das Handelsblatt bei der Aachener Marktforschungsfirma Dialego in Auftrag gegeben hat, will jeder Dritte in diesem Jahr seine Ausgaben für Geschenke kürzen. Nur knapp jeder Zehnte plant dagegen, diesmal mehr vor dem Fest auszugeben.

DÜSSELDORF. Die Stimmung bei den Verbrauchern ist laut Dialego-Umfrage alles andere als rosig. 41 Prozent aller Deutschen berichteten über ein gesunkenes Nettoeinkommen, während nur 16 Prozent nach eigener Auskunft mehr in der Tasche haben als im Vorjahr. Auch bei der Frage nach dem frei verfügbaren Einkommen im nächsten Jahr sieht die Verteilung kaum anders aus. Auf Grund der neuen Koalitionsvereinbarungen wollen 39 Prozent ihre Konsumausgaben 2006 drosseln, 16 Prozent werden nach eigener Aussage mehr Kapital für die private Altersvorsorge zurücklegen – Geld, das in den Kassen des Einzelhandels fehlt.

Die Hoffnungen der deutschen Händler, nach einem mäßigen Konsumjahr 2005 noch einen erfolgreichen Endspurt hinlegen zu können, dürften sich damit nicht mehr erfüllen. Zwar war der dritte Adventssamstag nach ersten Meldungen einer der umsatzstärksten Tage des Jahres. Doch da dieser Tag traditionell umsatzstark ist, bedeutet das keine Trendwende. „Es wäre schon ein Erfolg, wenn wir das Niveau des Vorjahres erreichen “, gibt sich der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) eher pessimistisch. Nach HDE-Berechnungen sanken die Einzelhandelsumsätze der Monate November und Dezember seit 2001 kontinuierlich um 4,4 Milliarden Euro auf zuletzt 68,1 Milliarden Euro.

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