Umsatz bricht ein
Gesundheitsreform vermasselt Augenoptikern das Geschäft

Im vergangenen Jahr hat die Gesundheitsreform den deutschen Augenoptikern das Geschäft verhagelt. Der Umsatz brach nach Angaben des Zentraverbandes der Augenoptiker 2004 um 31 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro ein.

HB DÜSSELDORF. Der Wegfall der Zuschüsse von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und die Konsumzurückhaltung der Kunden seien die Hauptgründe dieser Entwicklung gewesen, sagte Verbandspräsident Thomas Nosch. Die Leistungen der GKV für Sehhilfen sind nach Angaben der Augenoptiker innerhalb eines Jahres um gut 85 Prozent zurückgegangen.

Zudem seien gut 3 Millionen Brillen weniger verkauft worden als 2003. Ein Drittel der Gläser wurde zudem in alte Gestelle eingearbeitet. Auch der Umsatz von Kontaktlinsen ging um fast 10 Prozent zurück.

Auf Grund von Zahlungsschwierigkeiten hätten bundesweit 300 Augenoptiker ihre Geschäfte schließen müssen. In der Branche klafft „die Schere immer weiter auseinander: die großen Filialen werden immer größer, die kleinen Betriebe immer kleiner“, betonte Nosch. Die Zahl der Auszubildenden ging um gut 11 Prozent zurück. Trotzdem blickt die Branche mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft. Im ersten Quartal 2005 ist nach Verbandsangaben der Umsatz wieder angestiegen.

Am beliebtesten sind bei deutschen Brillenträgern nach wie vor Metallgestelle. Deren Anteil sank aber leicht auf 60 Prozent. Kunststofffassungen legten dagegen auf rund 30 Prozent zu. Der Rest entfällt auf Sonderanfertigungen.

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