Umsatz dank Osteuropa im Rahmen der Erwartungen
Lebensmittel-Geschäft drückt Metro-Gewinn

Vor allem wegen eines schwächeren Lebensmittelgeschäfts ist der Betriebsgewinn von Metro im ersten Quartal unter den Erwartungen von Analysten geblieben. Dank seines anhaltenden Wachstums in Osteuropa und Asien legte der weltweit drittgrößte Handelskonzern aber beim Umsatz im Rahmen der Erwartungen zu.

HB DÜSSELDORF. "Wir waren zu Jahresbeginn sicher noch etwas zuversichtlicher“, sagte Metro-Chef Hans-Joachim Körber am Dienstag mit Blick auf die unverändert schwache Binnenkonjunktur. Für die zweite Jahreshälfte gehe er aber von einem Anziehen der Inlandsnachfrage aus. An der Börse sorgte der Quartalsbericht für Enttäuschung. Die Metro-Aktie gehörte am Vormittag zu den größten Verlierern im Dax und gab 1,6 % auf 40,35 € nach.

Die Geschäftsentwicklung des ersten Quartals habe generell „nur eine geringe Leitwirkung“ für das Gesamtjahr, hob der Metro-Chef hervor. Handelskonzerne mit einem großen Angebot außerhalb des Lebensmittelbereichs fahren üblicherweise einen Großteil ihrer Gewinne im Weihnachtsgeschäft ein. „Mit dem ersten Quartal 2005 sind wir insgesamt zufrieden“, sagte Körber. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) erhöhte sich zwar um 1,3 % auf 147,2 Mill. €, lag damit aber deutlich unter der durchschnittlichen Prognose von Reuters befragter Analysten von 157 Mill. €.

Der Konzernumsatz dagegen entsprach mit einem Zuwachs von 4,2 % auf 13,4 Mrd. € den Expertenerwartungen. Dabei wuchs erneut die Bedeutung des Auslandsgeschäfts für Metro, das um 9,1 % auf 6,58 Mrd. € zulegte. Allein in Osteuropa stiegen die Erlöse um fast 22 %. In Westeuropa wuchs Metro noch um drei Prozent. Der Auslandsanteil am Umsatz stieg weiter auf 49 %.

In Deutschland jedoch stagnierten die Erlöse trotz eines erneuten Anstiegs der Verkaufsfläche. Das Ostergeschäft sei wegen dreier Verkaufstage weniger etwas schwächer verlaufen, erläuterte Körber. Das Großhandelsgeschäft (Cash & Carry) als Hauptumsatzbringer schrumpfte um 5,5 %, bereinigt um hinzugekommene Verkaufsfläche sogar um 6,7 %. Die Kaufhof-Warenhäuser büßten 4,3 % an Umsatz ein, etwas weniger als der Konkurrent Karstadt.

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