Umsatz in Deutschland soll wieder wachsen
Mango kämpft gegen Konsumflaute

Das spanische Modeunternehmen Mango erwartet nach Jahren der Stagnation in Deutschland wieder Wachstum. Trotz Konsumzurückhaltung will Mango 2006 den Umsatz auf dem deutschen Markt um fünf Prozent steigern, sagte Mango-Geschäftsführer Enric Casi dem Handelsblatt.

BARCELONA. Im laufenden Geschäftsjahr macht das Unternehmen nach eigenen Schätzungen in Deutschland einen Umsatz von 62 Mill. Euro, im kommenden Jahr sollen es 65 Mill. Euro werden. „Insgesamt wollen wir mit unserer Gruppe in 2005 einen Jahresumsatz von 1,1 Mrd. Euro erreichen, das wären fünf Prozent mehr als im Vorjahr“, sagt Casi.

Wachsen will das von den zwei türkischstämmigen Brüdern Isaac und Nahman Andic 1984 in Barcelona gegründete Modelabel vor allem durch die Erweiterung des eigenen Segments. Bisher bedient Mango vor allem Mädchen und Frauen bis 30 Jahre. Über die Werbekampagne mit Claudia Schiffer will das Unternehmen jetzt verstärkt ins Segment der Frau um die 40 Jahre eindringen. „Wir glauben, dass wir in dieser Altersgruppe ein noch unausgeschöpftes Potenzial haben“, sagt David Egea, Produktchef bei Mango. Dieses Segment soll vor allem die eigene Jeansmode-Marke MNG erobern.

Sehr wichtig ist für Mango 2006 der Eintritt in den schwierigen US-Markt, wo zwölf Läden entstehen sollen. Der Konkurrent Inditex zögert diesen Schritt noch heraus und versucht erst einmal das europäische Geschäft auszubauen. Derzeit hat Mango 860 Verkaufsstellen rund um den Erdball. In 2006 sollen weitere 150 hinzukommen. Für alle drei spanischen Modeunternehmen Inditex, Grupo Cortefiel und Mango wird Deutschland nach Ansicht von Experten neben Spanien der wichtigste Markt in Europa bleiben.

Die scharfe Konkurrenz aus China schreckt Casis nicht: „Wir produzieren dort bereits seit geraumer Zeit und sehen das Land als eine Herausforderung.“ Bisher hat Mango dort jedoch erst 19 Läden.

Einen Börsengang in naher Zukunft schließt Casi aus: „Wir agieren immer noch wie ein Familienunternehmen und das wollen wir beibehalten.“ Das beinhaltet auch, dass die Gründer und Eigentümer für die Öffentlichkeit unerkannt bleiben wollen, auch wenn Isaac und Nahman Andic täglich durch die Gänge des Firmensitzes laufen. Sie geben keine Interviews. Auch Fotos der beiden gibt es nicht.

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