Umsatz in USA zuletzt geschrumpft: Muhammad Ali soll Adidas mehr Durchschlagskraft bringen

Umsatz in USA zuletzt geschrumpft
Muhammad Ali soll Adidas mehr Durchschlagskraft bringen

Die Boxlegende steht im Mittelpunkt der neuen US-Marketingkampagne des Sportartikelherstellers.

NEW YORK. Tricktechnik macht’s möglich: Muhammad Ali und seine Tochter Laila, selbst erfolgreiche Boxerin im Mittelschwergewicht, kämpfen zusammen im Ring. Zwar nur in einem 30 Sekunden dauernden Werbespot, aber dafür mit Botschaft: Unmöglich ist nichts – „Impossible is nothing“. So lautet die zentrale Aussage der neuen Adidas- Markenkampagne, in deren Mittelpunkt unter anderem die Boxlegende aus den USA steht. Gestern wurde der neue Werbefeldzug des Sportartikelkonzerns in New York vorgestellt.

In den Werbespots sind nicht nur alte Kämpfe von Ali zu sehen. Tricktechniker haben in einen Film über einen seiner berühmten Läufe kunstvoll Vertreter der neuen Generation Adidassportler eingebaut. Sprint- Olympiasieger Maurice Greene etwa ist neben Ali zu sehen, oder Laufwunder Haile Gebrelassie und Basketballstar Tracy McGrady.

„Impossible is nothing“, das soll nach Vorstellung der Adidas-Manager für den Sportlerwillen stehen, Rekorde zu brechen und Maßstäbe zu setzen. Genauso gut könnte die Botschaft aber auch als Motivationsformel für Adidas-Mitarbeiter in den USA dienen. Denn dort will der Konzern den führenden Konkurrenten Nike, Reebok und New Balance Marktanteile abnehmen.

Nicht nur das: „Unsere Mission ist es, die führende Sportmarke der Welt zu werden“, sagt Adidas-Vorstandsmitglied Erich Stamminger. Rund 50 Mill. $ lässt sich Adidas die neue Kampagne kosten, die von den Agenturen TBWA Chiat\Day „180“ geschaffen wurde.

Auf dem US-Markt braucht die Adidas-Salomon AG selbst gute Laufschuhe, denn der Weg zum Ziel ist weit. Der Marktanteil liegt bei nur 11 %, zudem leidet der Konzern unter dem schwachen Dollar. Der Umsatz von Adidas ist in den ersten drei Quartalen 2003 um 16 % geschrumpft, Reebok und Puma dagegen legten zu. Das US-Geschäft ist inzwischen Chefsache: Im Dezember schickte Vorstandsvorsitzender Herbert Hainer seinen Vertrauten Stamminger in die USA.

Für Stamminger drückt „Impossible is nothing“ alles aus, was Adidas als Marke ausmacht. Athleten, die etwas Besonderes geschafft haben, will Adidas an März im Internet vorstellen: Kern ist ein Onlinewettbewerb, in dem Nutzer dazu aufgefordert werden, ihre „unmöglichen“ Sport-Geschichten zu erzählen. Dem Gewinner lockt ein Tennismatch mit der Weltranglisten-Ersten Justine Henin-Hardenne oder eine Übungsstunde mit Fußball- ikone David Beckham.

Mit der neuen Kampagne versucht Adidas, die Marke aufzupolieren, um höhere Preise bei wichtigen Sportketten wie Footlocker erzielen zu können. Zuletzt musste Adidas den Preiskampf mitmachen, um die Lager leer zu bekommen. Vielleicht gelingt Adidas das gleiche Wunder, wie einem seiner Sportpartner: Eines der neuen Adidas-Werbeplakate zeigt Fauja Singh, einen 92 Jahre alter Marathonläufer. Er verbesserte in den vergangenen drei Jahren seine Laufzeit um eine Stunde.

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