Umsatz sinkt um mehr als sechs Prozent: Swiss spürt Aufwind

Umsatz sinkt um mehr als sechs Prozent
Swiss spürt Aufwind

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat ihren Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlicher reduziert als zu Beginn der laufenden Restrukturierung erwartet. Analysten fürchten angesichts weter sinkender liquider Mittel des Konzerns derweil weiter um die Zahlungsfähigkeit der Airline. Zur Frage des Betriebskredits äußerte sich Swiss am Dienstag nicht.

HB BASEL. Das Minus der Swiss lag für 2003 bei 687 Mill. Franken (435 Mill. Euro) oder 29,9 % weniger als die 980 Mill. Franken im Jahr zuvor. Wie das Unternehmen am Dienstag in Basel mitteilte, sind darin Restrukturierungskosten von 205 Mill. Franken bereits enthalten. Allerdings ging der Umsatz um 6,1 % auf 4,1 Mrd. Franken zurück.

Wie es weiter hieß, verfügte Swiss Ende 2003 über gut 500 Mill. sfr an liquiden Mitteln. Um für den Notfall gerüstet zu sein und über einen Liquiditätspuffer zu verfügen, bemüht sich die Gesellschaft seit Monaten um einen Betriebskredit von rund 400 Mill. sfr.

Pro Quartal nehmen die liquiden Mittel der Swiss derzeit um rund 150 Mill. sfr ab. Ende Juni 2003 hatte Swiss noch über 811 Mill. sfr verfügt. Drei Monate später war dieser Betrag auf 654 Mill. sfr gesunken und lag zum Jahresende bei 503 Mill. sfr.

Analyst Claude Zehnder von der Zürcher Kantonalbank zeigte sich erstaunt, dass die Fluggesellschaft keinen Hinweis zu den Kreditgesprächen gab. „Das ist ein Problem, denn die Liquidität wird dünn.“

Der operative Verlust ging 2003 weiteren vorläufigen Zahlen zufolge auf 497 (Vorjahr 909) Mill. sfr zurück. Die Restrukturierungskosten hätten Ergebnis mit 205 Mill. sfr belastet. Der Rückgang des Umsatzes sei im Wesentlichen auf die Verkleinerung der Flotte zurückzuführen, erklärte Swiss weiter. Das Nettoergebnis sei deutlich besser als die Prognosen zu Beginn der Restrukturierung

Den vollständigen Jahresabschluss will Swiss am 23. März vorlegen.

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