Umsatz und Gewinn erneut gesteigert
Sixt ist gut in Fahrt

Deutschlands größter Autovermieter Sixt hat sich selbst einen Sparkurs sowie eine kleinere Fahrzeugflotte verordnet und ist damit in diesem Jahr hervorragend gefahren. Im dritten Quartal wurden Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Gewinnprognose für das laufende Jahr hob Sixt nun an und rechnet auch für 2004 mit weiterem Wachstum.

HB MÜNCHEN. „Wir haben mehr Umsatz mit weniger Fahrzeugen gemacht“, sagte Firmenchef Erich Sixt am Dienstag in einer Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen. Als Grund nannte das Unternehmen einen verbesserten Einsatz der Mietflotte und weitere Kostensenkungen. Zudem zahle sich die Strategie aus, auf margenschwache Geschäfte zu verzichten. Nun soll das Vorsteuerergebnis (EBT) in diesem Jahr um zehn Prozent statt der bislang geplanten fünf Prozent steigen. 2004 werde der Gewinn dann nochmals so stark wachsen, sagte Sixt. „Allerdings gibt es keinen Anlass zu Überschwang. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, von denen Sixt-Geschäfte direkt abhängen, sind nach wie vor von erheblichen Unsicherheiten geprägt.“ Autoverleiher wie Sixt, Avis oder Europcar kämpfen seit Jahren mit sinkenden Umsätzen. Verbandsangaben zufolge wird der deutsche Autovermietungsmarkt in diesem Jahr auf 2,0 (Vorjahr: 2,15) Mrd. € schrumpfen.

Die im SDax notierte Sixt-Aktie gewann zeitweise mehr als drei Prozent auf 10,50 €.

„Wir führen die positive Ertragsentwicklung vor allem auf die effiziente Steuerung unserer Vermietflotte zurück“, sagte der Vorstandschef. Bereits im ersten Halbjahr hatte Sixt trotz eines gesunkenen Konzernumsatzes seinen Gewinn auf Grund von Kostensenkungen bei Autovermietung und Leasing gesteigert. Sixt baute im dritten Quartal seine Fahrzeugflotte mit steigender Nachfrage wieder aus. Der Autovermieter hatte in den vergangenen Monaten seine Flotte verkleinert und bewusst Billiggeschäfte abgelehnt. Um das Wachstum nach unten abzusichern, wurde die Tochter Sixti gegründet, die Kleinwägen ab fünf Euro pro Tag vermietet.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) wuchs im dritten Quartal um 28,4 % auf 19,7 Mill. €. Der operative Umsatz aus Vermiet-, Leasing- und E-Commerce-Geschäften sei im dritten Quartal um 1,4 % auf 237,7 Mill. € gestiegen. Der Umsatz aus Fahrzeugverkäufen sei in den ersten neun Monaten um 3,6 % auf 964,7 Mill. € gestiegen, der gesamte Konzernumsatz legte um 2,5 % auf 1,63 Mrd. € zu. Durchschnittlich verleiht das Unternehmen ein Auto rund sechs Monate lang, bevor die Pullacher es wieder verkaufen.

Der Geschäftsbereich Autovermietung habe in den ersten neun Monaten das Vorsteuerergebnis um 26,7 % auf 28,5 Mill. € erhöht. Die Leasing-Sparte weise eine Steigerung des Vorsteuergewinns um 16 % auf 8,4 Mill. € auf.

Auch mit seiner Billigtochter Sixti zeigte sich der Konzern zufrieden: Die Gewinnschwelle werde bereits 2003 und damit ein Jahr früher als geplant erreicht, bekräftigte Sixt. Es werde weiter mit einem Umsatz von 3,5 Mill. € gerechnet. Sixt sagte, für 2004 werde ein Umsatz von zehn bis 15 Mill. € anvisiert bei einer Gewinnmarge von etwa fünf Prozent. Neben Sixt sind auch Europcar und Avis bereits ins Billigsegment eingestiegen.

Für das vierte Quartal bleibt Sixt optimistisch. Es werde weiter ein operativer Konzern-Umsatz auf Vorjahresniveau von 895 Mill. € erwartet. Die Prognose für das Konzern-EBT hob das Unternehmen an. Der Vorjahreswert von 35 Mill. € solle um zehn Prozent übertroffen werden, statt der vorher erwarteten fünf Prozent Anstieg.

Auch für 2004 sieht sich Sixt auf Wachstumskurs: Der operative Konzernumsatz solle um etwa fünf Prozent und das Vorsteuerergebnis um mindestens zehn Prozent wachsen, sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie von den Forschungsinstituten vorhergesagt verbesserten und die Vermietpreise stabil blieben.

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