Umsatz
WMF mit Gewinnsprung

Besteck und Kaffeemaschinen sind gefragt: Der Küchen- und Restaurantausrüster WMF macht in diesem Jahr bereits ein Plus von zwölf Prozent. Nun steht das Weihnachtsgeschäft bevor.
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StuttgartMit einer guten Nachfrage nach Besteck und Kaffeemaschinen im Rücken geht der Küchen- und Restaurantausrüster WMF optimistisch ins wichtige Weihnachtsgeschäft. Nach neun Monaten lag der Umsatz mit 670 Millionen Euro schon zwölf Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie WMF am Mittwoch im schwäbischen Geislingen mitteilte. Damit beschleunigte sich das Erlöswachstum noch einmal: Im ersten Halbjahr hatte WMF ein Plus von elf Prozent verbucht. Das operative Ergebnis verbesserte sich trotz hoher Einkaufspreise beispielsweise für Stahl um 85 Prozent auf 42,8 Millionen Euro. Für Schub sorgte die anhaltend gute Nachfrage der Verbraucher und Gastronomen nach Besteck und Kochgeschirr. Auch in den eigenen Filialen verkaufte WMF mehr. Die Eröffnung neuer Läden mache sich bezahlt, teilte das Unternehmen mit.

Der Vorstand hofft auf ein starkes Jahresendgeschäft, da das in Eigenregie betriebene Ladennetz traditionell erst im Zuge der Weinachtseinkäufe in die schwarzen Zahlen kommt. Anhaltend kräftige Umsatzzuwächse verzeichnete WMF auch bei Kaffeemaschinen, die eine hohe Rendite bescheren. Bei Hotels und Gastronomie löse sich der in der Wirtschaftskrise aufgebaute Investitionsstau auf, hatte WMF-Chef Thorsten Klapproth zuletzt gesagt. Nach neun Monaten kletterte die operative Rendite auf 6,4 von 3,9 Prozent im Vorjahr.

Sorgenkind des Konzerns bleibt die bereits mit Zukäufen gestärkte Sparte Elektrokleingeräte, deren Verluste sich trotz der Konsumgütermesse IFA im Herbst in Berlin vergrößerten. Die erwartete Verbesserung der Geschäftslage sei nicht eingetreten, schrieb der Vorstand im Quartalsbericht. Auch im Schlussquartal sei wegen eines Produktionsanlaufs nicht mit Umsatzwachstum bei Wasserkochern, Waffeleisen und Toastern zu rechnen.

Der in diesem Jahr geplante Abbau der Vorjahresverluste in Höhe von rund 13 Millionen Euro werde daher nicht gelingen, räumte der Vorstand ein. Mit dem Rückenwind der Monate Januar bis September bekräftigte WMF seine Geschäftsprognose für das laufende Jahr. Die Vorjahreserlöse von knapp 902 Millionen Euro sollen um mindestens fünf Prozent überboten werden. Die operative Rendite werde mindestens das Niveau des Vorjahres von 6,5 Prozent erreichen, stellte der Vorstand in Aussicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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