Umsatzminus
Einzelhandel kämpft mit Konsumflaute

Der deutsche Einzelhandel hat im November ein leichtes Umsatzminus verbucht – und das, obwohl das Weihnachtsgeschäft nicht schlechter gelaufen ist als im Vorjahr. Die Branche leidet unter der allgemeinen Konsumflaute und der hohen Arbeitslosigkeit.

HB BERLIN. Experten gehen davon aus, dass der schwache private Konsum vorerst kaum spürbar anziehen wird.

Die Branche verkaufte saison- und preisbereinigt (real) 1,0 Prozent und nominal 1,2 Prozent weniger als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag erklärte. Damit lag der Umsatz real um 0,6 Prozent unter dem November 2004, aber nominal um 0,3 Prozent darüber. In den ersten elf Monaten lag der Einzelhandelsumsatz real um 0,9 Prozent über dem Stand des Vorjahres und nominal um 1,4 Prozent darüber.

Auch im Oktober 2005 musste der Einzelhandel schon einen Rückgang verkraften. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamt wurden in der Branche aber in den ersten 11 Monaten des vergangenen Jahres um nominal 1,4 Prozent und real 0,9 Prozent höhere Umsätze erzielt als im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten für den November mit einem unveränderten Umsatz im Vergleich zum Vormonat gerechnet und einen Rückgang um 0,4 Prozent im Jahresvergleich erwartet.

„Die Daten zeigen, dass der private Verbrauch nicht auf die Beine kommt“, sagte Ralph Solveen von der Commerzbank. Daran werde sich auch in den in den nächsten Monaten kaum etwas ändern. „Einen breit angelegten Aufschwung, bei dem der private Verbrauch deutlich anzieht, sehen wir zurzeit nicht.“

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