Umsatzminus
Takkt leidet unter Dollarschwäche

Der Spezial-Versandhändler Takkt hat wegen des schwachen US-Dollar in den ersten neun Monaten 2003 Umsatz- und Gewinneinbußen hinnehmen müssen. Die Umsatzrendite im operativen Geschäft blieb aber trotz der Konjunkturflaute stabil.

HB STUTTGART. In den ersten neun Monaten des Jahres ging das Ergebnis des Katalogversenders für Büro-, Lager- und Betriebsausstattung vor Steuern und Zinsen (Ebit) um elf Prozent auf 38,1 Mill. € zurück, wie Takkt am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Zugleich sank der Umsatz um 9,8 % auf 532,1 Mill. €. Um die Umrechnungseffekte zum Dollar bereinigt wäre der Umsatz nur um 1,7 % geschrumpft, betonte Takkt. Für das vierte Quartal erwartet Takkt-Vorstandschef Georg Gayer eine leichte Belebung des Geschäfts. Den bis zuletzt angepeilten wechselkursbereinigt stabilen Umsatz hält Takkt aber nicht mehr für erreichbar. Ein Minus von 1,5 % sei realistisch, sagte ein Sprecher.

Die Umsatzrendite auf Basis des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) werde 2003 wie geplant zwischen neun und elf Prozent liegen, bekräftigte Takkt. In den ersten neun Monaten blieb die Ebita-Marge mit 9,5 (2002: 9,6) Prozent fast konstant. Der Gewinn vor Steuern reduzierte sich um 4,7 % auf 27,8 Mill. €.

Der Rückgang von Umsatz und Gewinn sei nicht beunruhigend, da er auf Umrechnungseffekten und nicht auf Wechselkursverlusten beruhe, erläuterte ein Sprecher. Das Unternehmen kaufe meist in der gleichen Währung ein wie es verkaufe. Die US-Tochter Kaiser + Kraft America verbuchte in Dollar konstante Umsätze, in Euro fiel das Volumen dagegen 17 % schwächer aus als ein Jahr zuvor.

Die im SDax notierte Takkt-Aktie verkraftet den Druck durch eine am 12. November fällige Wandelanleihe des Ex-Aktionärs Axa gut, durch die kurzfristig bis zu 6,25 Mill. Aktien auf den Markt geworfen werden könnten. Nach einem Jahreshoch von 5,60 € am Mittwoch gab sie am Donnerstag um 2,8 % nach. Viele Anleihe-Investoren hätten sich offenbar durch Leerverkäufe abgesichert, sagte der Takkt-Sprecher. Von der vorsichtshalber eingeräumten Möglichkeit zum Aktienrückkauf habe Takkt bisher keinen Gebrauch machen müssen. Takkt gehört wie der Stuttgarter Pharmahändler Celesio mehrheitlich zum Haniel-Konzern.

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