Umsatzminus verzeichnet: Weihnachtsgeschäft war herbe Enttäuschung

Umsatzminus verzeichnet
Weihnachtsgeschäft war herbe Enttäuschung

Das Weihnachtsgeschäft war 2004 doch nicht so gut, wie bislang angenommen. Der Umsatz ging im Dezember im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die deutschen Einzelhändler haben das schlechteste Weihnachtsgeschäft seit zehn Jahren verbucht. Und auch im gesamten vergangenen Jahr wurde erneut ein deutliches Umsatzminus verzeichnet.

HB BERLIN. Der Umsatz sank im Dezember nominal zum Vorjahr um 2,3 %, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Ohne Preissteigerungen (real) fiel das Minus mit 2,7 % noch höher aus. Damit ergibt sich für 2004 ein nominaler Umsatzrückgang von 1,6 %, real ein Minus von 1,7 %. Dabei mussten fast alle Branchen Umsatzverluste hinnehmen, wobei es den Fachhandel am stärksten traf. Volkswirte machten wenig Mut, dass 2005 für die Branche deutlich besser wird.

Von November auf Dezember stagnierte der Umsatz nominal und sank ohne Preisveränderungen (real) um 0,3 %. Das Amt erklärte, das Umsatzergebnis im Dezember - dem traditionell stärksten Verkaufsmonat - sei das schwächste seit zehn Jahren gewesen, obwohl der Dezember sogar noch einen Verkaufstag mehr gehabt habe als im Vorjahr. Befragte Experten hatten einen realen monatlichen Umsatzanstieg um 1,7 % und ein Plus zum Vorjahresmonat um 0,8 % erwartet. Im November war der Einzelhandels-Umsatz zum Vormonat kassenmäßig bereits um zwei Prozent und real um 1,7 % zurückgegangen, hatte aber leicht über dem Vorjahresstand gelegen.

Ulrike Kastens vom Bankhaus Sal. Oppenheim sprach von sehr enttäuschenden Zahlen, zumal sich der Branchenverband HDE zuletzt optimistisch gezeigt hatte. „Der Beitrag vom Konsum, den wir für das BIP unterstellt haben, fällt nun niedriger aus.“ Der Einzelhandel macht etwa 30 % des privaten Verbrauchs aus, auf den wiederum knapp 60 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP) entfallen. Nach ersten Berechnungen des Statistikamtes war der Konsum im vergangenen Jahr um 0,3 % gesunken.

Nach drei Jahren sinkender Umsätze erwarten die deutschen Einzelhändler nun auch für 2005 keine Trendwende. „Wir müssen schon viel Glück haben, wenn wir den Abwärtstrend stoppen wollen“, sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, am Mittwoch. „Eine Trendwende in diesem Jahr erwarten wir auch nicht“, fügte er hinzu, ohne jedoch eine konkrete Umsatzprognose zu machen. Den schwachen Dezember-Umsatz bezeichnete er als Desaster.

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