Umsatzplus erwartet
Tourismusbranche hebt Reise-Preise an

Die Tourismusbranche blickt trotz eines bislang schleppenden Buchungseingangs optimistisch auf die laufende Wintersaison 2005/06. Die deutschen Verbraucher dürften jedoch grummeln, denn sie müssen im kommenden Jahr für ihre Urlaubsreise tiefer in die Tasche greifen.

HB KÖLN. „Reisen wird etwas teurer - zwischen zwei bis drei Prozent“, sagte der Chef des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft, Klaus Laepple, am Dienstag in Köln bei der Vorstellung der prognostizierten Branchenzahlen für 2005. Die höheren Preise begründete er auch mit den stark gestiegenen Kosten für Kerosin. Laepple geht 2005 von einem Umsatzplus von fünf Prozent auf branchenweit rund 31 Mrd. Euro aus. In der Wintersaison 2005/06 wird mit einem Umsatzplus von zwei bis vier Prozent gerechnet. „Das hängt noch ein wenig davon ab, wann der erste Schnee fällt, aber zwei bis vier Prozent Wachstum sind realistisch.“

„Die Trendwende ist nachhaltig geschafft“, sagte Laepple weiter. Vom Gesamtumsatz entfielen 19,5 Mrd. Euro auf Reiseveranstalter, neun Mrd. Euro auf Linienflug, jeweils eine Milliarde Euro auf Charterflug sowie Bahntickets und 0,5 Mrd. Euro auf Reiseversicherungen. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 war der Umsatz der Reisebranche um zehn Prozent eingebrochen. Im Folgejahr 2003 schrumpften die Umsätze dann erneut um fast fünf Prozent und zogen erst 2004 wieder um fünf Prozent an. Auch für das kommende Jahr erwartet Laepple einen Umsatzzuwachs in ähnlicher Höhe.

Dabei sei die Zahl der Frühbucher gestiegen und es habe einen deutlichen Zuwachs bei „All-Inclusive“-Buchungen gegeben. Zudem fragen die Deutschen zunehmend Kreuzfahrten nach. Bei den Zielländern liegt Deutschland weiterhin weit vor allen Destinationen. „Der Deutschen liebstes Urlaubsziel ist und bleibt Deutschland“, sagte Laepple und bezifferte den Anteil auf 37 Prozent am Gesamtreiseangebot.

Auf die Mittelmeerregion entfielen 32 Prozent, auf weitere Nahziele 26 Prozent und auf Fernziele fünf Prozent. Im Buchungsplus waren den Angaben zufolge Mallorca, Kanaren, Tunesien, Griechenland und Portugal. Verlierer waren laut Laepple das spanische Festland, Bulgarien, Ägypten, Thailand, Sri Lanka und die Malediven.

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