Umsatzplus
Wirtschafts-Kanzleien erleben einen Boom

Justitia wird gebraucht: In Deutschland erlebten Wirtschaftskanzleien zuletzt einen wahren Boom. Der Umsatz schnellt auf den höchsten Stand seit fünf Jahren. Doch es gibt strukturelle Veränderungen im Markt.

KölnUmsatzeinbrüche, Personalrückgänge, eingefrorene Gehälter - das war einmal. Die neuesten Umsatzzahlen des Branchendienstes Juve zeigen: Das Geschäftsjahr 2010 stand bei Deutschlands größten Wirtschaftskanzleien im Zeichen der Erholung. Die Negativschlagzeilen der Krisenjahre 2008 und 2009 haben die Top-50-Kanzleien weit hinter sich gelassen. Die umsatzstärksten unter Deutschlands großen Wirtschaftskanzleien sind heute fast durchweg wieder auf Wachstumskurs.

Noch im Jahr 2009 verzeichneten 22 der 50 Kanzleien im Juve-Umsatz-Ranking ein Minus. Zudem reduzierten 28 von 50 Kanzleien damals ihre Teams. Ganz anders das aktuelle Bild: Beim Blick auf die Umsatzzahlen 2010/11 gibt es nur noch sechs Kanzleien, die einen sinkenden Umsatz verzeichnen, weitere sechs stagnieren oder haben ein minimales Plus von unter einem Prozent. Dagegen weisen 36 der Top-50-Kanzleien ein Umsatzwachstum von über drei Prozent auf. Eine Erholung auf ganzer Linie, denn die Kanzleien bauen auch ihre Teams wieder aus - auch wenn die Zahl aller Berufsträger mit 7480 noch nicht wieder ganz den alten Wert von 2008/09 erreicht hat.

Treiber für die allgemeine Erholung des Kanzleimarkts war das zuletzt wiedererstarkte Geschäft im Transaktionsbereich und Gesellschaftsrecht. Nicht nur zog der Private-Equity-Markt an. Auch die großen Mandate für Fusionen und Übernahmen börsennotierter Unternehmen (Public-M&A) sind zurückgekommen. Zudem verbesserte sich das Umfeld für Finanzierungen, so dass die Sicherheit bei mittleren Transaktionen stieg - und damit auch ihre Anzahl.

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