Umsatzprognosen
Luxus-Boom kühlt sich ab

Lifestyle-Anbieter wie Douglas schrauben ihre Erwartungen für 2008 deutlich zurück. Der Run auf Edelprodukte scheint seinem Ende entgegen zu gehen. Denn auch die Luxusklientel ist von der allgemein schlechten Konsumstimmung betroffen - wenn auch weniger stark.

DÜSSELDORF. Dem stürmischen Wachstum der Premiumanbieter in der Konsumgüterbranche droht dieses Jahr ein Dämpfer. Nach Luxusherstellern wie Bang & Olufsen, Burberry und Escada überraschte gestern auch der lifestyle-orientierte Fachhandelskonzern Douglas mit zurückgeschraubten Erwartungen für das aktuelle Geschäftsjahr.

Das Vorsteuerergebnis (Ebt), das im vergangenen Geschäftsjahr noch um 10,6 Prozent zugelegt hatte und damit sogar die Erwartungen der Analysten übertraf, soll jetzt nur noch um 4,9 Prozent auf 150 Mill. Euro klettern. Bis vor kurzem hatten Analysten von Dresdner Kleinwort für das laufende Geschäftsjahr noch mit 170 Mill. Euro gerechnet.

Auch die Umsatzprognose fällt bei Douglas im Vergleich zum Vorjahr deutlich verhaltener aus. Nach einem Plus von zwölf Prozent soll es nun nur noch für ein Wachstum zwischen sieben und neun Prozent reichen. „2006/2007 war ein Ausnahmejahr“, kommentierte Konzernchef Henning Kreke die eher verhaltenen Wachstumsaussichten. Das angepeilte Wachstum bezeichnete er dennoch als „ordentlich“.

Während Douglas gestern noch wegen des erfolgreichen Jahresabschlusses 2007 einen Kursanstieg der Aktie von 6,75 Prozent verzeichnete, ging es bei Adidas fast sechs Prozent bergab. Zuvor hatten Analysten von Goldman Sachs und Independent Research das Kursziel für die Aktien gesenkt. Sie befürchten wegen der zu erwartenden Konsumschwäche in den USA einen Rückgang der Verkäufe. Auch die Neupositionierung der Tochter-Marke Reebok sehen sie erschwert.

Schon in den letzten Tagen hatten sich Hiobsbotschaften hochpreisiger Konsumanbieter gemehrt. Am Dienstag musste der Londoner Luxusmodehersteller Burberry einräumen, die Verkäufe lägen „leicht unter Plan“. Der angepeilte Betriebsgewinn werde nach Auskunft von Finanzchefin Stacey Cartwright wohl kaum noch erreicht.

Eine Woche zuvor hatte der US-Juwelier Tiffany seine Ertragsaussichten nach unten korrigiert. Zeitgleich gestand der dänische Premium-Hifi-Anbieter Bang & Olufsen einen Umsatzeinbruch im Weihnachtsgeschäft ein und schockte die Märkte mit einer massive reduzierten Gewinnerwartung. Auch Deutschlands größter Damenmode-Luxushersteller Escada meldete im Weihnachtsgeschäft rückläufige Geschäfte, was Analysten von Unicredit am Dienstag mit einer Senkung ihrer Gewinn- und Kursprognose quittierten.

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