Umsatzrekord 2005/06 verbucht
Berater kosten Ernst & Young viel Geld

Angetrieben von der guten Wirtschaftslage – sowohl in Deutschland als auch weltweit – hat die deutsche Ernst & Young Gruppe im Geschäftsjahr 2005/06 (30. Juni) erstmals über eine Milliarde Euro erlösen. Wegen hoher Personalkosten hat die drittgrößte heimische Wirtschaftsprüfungsgesellschaft dennoch einen Gewinneinbruch verzeichnet.

HB STUTTGART. Trotz eines kräftigen Umsatzzuwachses habe sich der Jahresüberschuss in der im Juni beendeten Finanzperiode 2005/06 auf 10,4 Mill. Euro halbiert, teilte Ernst & Young am Mittwoch in Stuttgart mit. „Die Kosten sind stärker als der Umsatz gestiegen“, sagte der stellvertretende Vorstandschef Christoph Groß und verwies unter anderem auf hohe Versicherungsbeiträge für die Berufshaftpflicht.

Der Umsatz stieg in der Gruppe aufgrund starker Nachfrage nach Beratung bei Firmenübernahmen um neun Prozent und lag erstmals knapp über einer Milliarde Euro, sagte Vorstandschef Herbert Müller am Mittwoch in Stuttgart. In den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres setzte sich das Umsatzwachstum im selben Tempo fort. Zuversicht weckten die weiter wachsende Weltwirtschaft, die hohe Nachfrage nach Transaktionsberatung und die anstehenden Änderungen bei der Besteuerung von Unternehmen in Deutschland, hieß es.

Wie im zurückliegenden Geschäftsjahr will der deutsche Branchendritte nach PWC und KPMG auch in diesem Jahr wieder rund 1000 neue Berater und Prüfer einstellen. Allerdings kämpft das Unternehmen mit einer hohen Fluktuation. Netto stieg die Mitarbeiterzahl bis Ende Juni in der Gruppe gerade mal um 77 Beschäftigte.

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