•  
  • Digitalpass
  • Finanzen
  • Unternehmen

    STELLENMARKT

    Mit dem Jobturbo durch-
    suchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen in 36 deutschen Stellenbörsen.
  • Politik

  • Technik
  • Auto
  • Sport
  • Panorama
  • Social Media
    Einstellungen
    Dauerhaft aktivieren und Datenübermittlung zustimmen oder deaktivieren:
    Folgen Sie Handelsblatt:
  • Video
  • Service

Umstrittene Leiharbeiter
Wie Amazon an Glanz verliert

Zeitarbeitsbranche steht unter Druck

Die Vorwürfe, dass aus osteuropäischen Ländern angeworbene Leiharbeiter teilweise zu wenig Geld erhielten oder die Abrechnung von Sozialbeiträgen nicht immer richtig erfolgte, schreckten bereits zum Ende vergangener Woche die Arbeitsbehörden auf.

Der Leiter der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin, hatte von dem US-Unternehmen schnellstmögliche Aufklärung „derzeit nicht transparenter Sachverhalte“ verlangt. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) legte am Wochenende nach. „Der Verdacht wiegt schwer, deswegen müssen jetzt so schnell wie möglich alle Fakten auf den Tisch“, sagte sie der „Welt am Sonntag“.

Die Vorwürfe stellten auch Aktivitäten infrage, im Ausland Arbeitnehmer anzuwerben und somit den Bedarf an Fachkräften für die deutsche Wirtschaft zu sichern, erklärte Regionaldirektor Martin in einer Mitteilung. „Die in der Fernsehdokumentation geschilderten Lebens- und Arbeitsbedingungen der spanischen Saison-Arbeitskräfte beschädigen das Ansehen Deutschland zutiefst.“ Nach eigenen Angaben beschäftigt Amazon in Deutschland 8.000 Logistik-Mitarbeiter fest.

Die Zeitarbeitsbranche will angesichts der Debatte um schlechte Arbeitsbedingungen unsaubere Praktiken nicht hinnehmen. „Immer dort, wo illegale beziehungsweise unethische Machenschaften im Zusammenhang mit Zeitarbeitseinsätzen praktiziert werden, distanzieren wir uns ausdrücklich hiervon“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Interessenverbands Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), Werner Stolz. Die Mitglieder des Verbands hätten sich einem Ethikkodex verpflichtet und arbeiteten zudem mit einer Schlichtungsstelle zusammen.

Rund 90 Prozent der Zeitarbeiter bei den Mitgliedsfirmen hätten einen unbefristeten Arbeitsvertrag, betonte Stolz. Der iGZ ist einer der Arbeitgeberverbände der Branche und vertritt nach eigenen Angaben rund 2700 mittelständische Unternehmen.


Mitarbeit: Carina Groh-Kontio

Kommentare zu "Wie Amazon an Glanz verliert"

Alle Kommentare
  • Ich habe gekündigt und werde sicherstellen, dass mit meinen Einkäufen wieder Steuern bezahlt werden, keine Nazis gefüttert werden und Kollegen anständig behandelt werden. Meinen Jahresumsatz mit Gadget schätze ich auf ca. 2.000€

  • Leider kann ich meine Steuern nicht kürzen, weil der Staat seinen Kontrollpflichten nicht nachkommt.
    Offensichtlich interessieren den nur Steuern und reibungsloser Ablauf.

    H.

  • .. wenn Du unbedingt Steuern zahlen willst, dann mach'doch dem Staat'ne Schenkung ... oder fütter'doch den Abschaum jeglicher Colour gleich selber direkt durch!

    Also ich kündige natürlich nicht - auch wenn mein Jahresumsatz nicht diese Stratosphärengleiche Höhe aus dem gutmenschelnden Wolkenkuckucksheim erreicht: niemand wird gezwungen, dort zu arbeiten! Wem's ned gefällt, kann sich ja'n besseren Job suchen - oder selbstständig machen! Wenn jemandem die Brötchen vom Bäcker ned schmecken, kann sie sich ja auch selber backen ... statt dem Bäcker nun seine Geschmacksrichtung aufzuzwingen! Leider knickt auch Amazon widda vor der Empörungsmafia ein ... also vllt sollte ich ja dann doch kündigen! *fg*

  • Ach Gottchen... der gemeine Deutsche sucht stundenlang das billigste Angebot im Internet und landet dann meistens bei amazon. Und so ganz plötzlich rennt er wieder in die Innenstädte, weil er ein schlechtes Gewissen hat? Lächerlich. Vielleicht einfach mal VORHER überlegen, wie eine Firma Produkte fast zum Einkaufspreis anbieten kann. Hier herrscht das gleiche Prinzip wie bei der Pferdefleisch-Lasagne. Zuerst kommt der Preis und dann lange nichts.

  • Es wird nicht lange dauern und dann wird Amazon für solche Arbeiten Roboter einsetzen. Umso mehr die Leute verdienen umso rentabler werden Roboter sein.

    Was sollen wir denn mit den Millionen von ungelernten Leuten machen?

  • Was für eine Pseudo-Diskussion! Entweder schafft Amazon eine einzigartigen Wert (mit einem Wettbewerbsvorteil) oder nicht. Der Wert ist vergleichbar einem textilen Markenartikel, den man günstig kaufen kann, der aber in Laos von Kindern produziert wurde. Dnn können sie aber natürlich auch hier erzeugt für das Doppelte kaufen, was niemand macht. Und morgen schicken Sie ihre Kinder in die Schule, die mit einem Giftdach (= Solardach) belegt ist. Pfui Amazon, schickes Giftdach. Abends fahren Sie mit 180 auf der Autobahn nach Hause und fühlen sich wohl dabei. Dass der Rest der Welt den Kopf über die Raserei schüttelt, haben Sie noch nie wahrgenommen. Denn wir sind ja alle Top-Klimaschützer. Und jetzt regen Sie sich über die Arbeitsverhältnisse bei Amazon auf. Ich lach mich tot.

  • ebay muß man dann aber mit amazon in einem Atemzug nennen.
    Auch dort das gleiche Geschäftsmodell und Firmensitz in Luxemburg.

  • Typischer Aufreger für das deutsche Gutmenschentum. In ein paar Wochen kräht kein Hahn mehr danach, lächerlich, das Ganze.

  • Ich frage mich dann nur, ob die Personen, die jetzt bewußt nicht mehr bei Amazon einkaufen auch keine Kleidung mehr kaufen, die in Asien gefertigt wird (dort herrschen teilweise bestimmt wesendlich schlimmere Bedingungen als bei Amazon). Mal sehen, wie viele Nakte ich in den nächsten Tagen auf Deutschlands Straßen sehe.

  • Das Ganze riecht nach Shitstorm: Amazon versklavt angeblich weltweit, im großen Stil, böswillig, unter Androhung von Gewalt, mitten unter uns Zehntausende und außer der ARD, die ihre Einnahmen durch staatlich organisierten Raub erzielt, will niemand was gemerkt haben. In Deutschland leben übrigens Tausende von Frauen und Mädchen als Sexsklaven und das interessiert seit Jahrzehnten keine Birne, solange das durch deutsche Gesetze hinreichend legitimiert ist.

Serviceangebote