Umzug der DB Schenker: Schenker schäkert mit Hamburg

Umzug der DB Schenker
Schenker schäkert mit Hamburg

Der Logistikstandort Hamburg boomt - zumindest in den Köpfen von Politikern und in den Spekulationen der Medien. Die Pläne der Tui, ihren Hauptsitz von Hannover nach Hamburg zu verlegen, haben die Diskussion über den Umzug der DB Schenker, der Logistiksparte der Deutschen Bahn, nach Hamburg neu belebt. Doch noch ist nichts spruchreif.

DÜSSELDORF. "Der Aufsichtsrat hat uns einen Prüfauftrag zur Suche nach einem adäquaten Standort für das Ressort Transport und Logistik erteilt," kommentierte Logistikvorstand Norbert Bensel die Gerüchte. Die Bahn prüfe sowohl aktuelle wie potentielle neue Standorte. Es gebe aber noch keine Entscheidungen.

Bensel reagierte damit auf einen Bericht der "Financial Times Deutschland", nach dem die Sparte künftig in Hamburg residieren solle. Dafür hätte sich Bahnchef Hartmut Mehdorn entschieden. Als Sitz sei ein 90 Meter hoher Büroturm vorgesehen, der für einen dreistelligen Millionenbetrag gebaut werde. Dort sollten rund 700 Führungskräfte von Schenker einziehen. Ein formaler Beschluss zum Umzug erfolge noch in diesem Jahr. Die Logistik erwirtschaftet mehr als die Hälfte des Bahn -Umsatzes von 30 Mrd. Euro.

Ein Sprecher des Hamburger Senats sagte, die Bahn habe mehrmals Interesse an einem stärkeren Engagement in der Hansestadt bekundet. Es sei aber "noch nichts spruchreif". Ein Bahn -Sprecher bestätigte nur, dass das Unternehmen seine Hamburger Mitarbeiter, die bisher an verschiedenen Standorten eingesetzt sind, an einem konzentrieren will.

Verstreute Logistik-Standorte gibt es auch bundesweit: Die Zentrale der Schenker AG sitzt in Essen, Schenker Deutschland in Kelsterbach bei Frankfurt. Außerdem arbeiten Schenker-Mitarbeiter am Berliner Konzernsitz. Die Güterbahn Railion hat ihre Zentrale in Mainz.

Die Umzugspläne gelten als Politikum. Anfang 2006 waren Verhandlungen zwischen der Bahn und Hamburg über eine Verlegung der kompletten Unternehmens-Zentrale von Berlin an die Elbe geplatzt, nachdem auch die Bundesregierung interveniert hatte. Die Bahn hatte mit dem Umzug um den Hamburger Hafenbetreiber HHLA geworben, war aber nicht zum Zuge gekommen. Die HHLA ist inzwischen an der Börse notiert.

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