„Goldpfeil“ und „Joop“ zukünftig in Salamander-Geschäften
Salamander geht wieder in die Offensive

Unter dem neuen Eigner will die Schuh-Handelskette Salamander nach überstandener Insolvenz die Zahl seiner Filialen binnen fünf Jahren nahezu verdoppeln. Das Sortiment edler werden, auch die Goldpfeil-Egana-Marken „Goldpfeil“ und „Joop“ halten Einzug.

HB KARLSRUHE. „Salamander soll in seinem Segment der führende deutsche Schuhfilialist werden“, sagte Salamander-Geschäftsführer Norbert Breuer am Mittwoch in Karlsruhe. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen die derzeit 57 Filialen in Deutschland auf 100 fast verdoppelt werden. Noch in diesem wolle das Unternehmen die 60. Filiale eröffnen. Derzeit sieht sich die Kette in ihrem Segment an vierter Stelle. Wichtigste Wettbewerber seien Görtz und Leiser.

Die deutsch-chinesische Luxusgütergruppe Egana Goldpfeil hatte Salamander im Frühjahr übernommen, nachdem das Unternehmen vom vorherigen Eigentümer Garant Schuh mit in die Insolvenz gezogen worden war. „Die Restrukturierungen, die notwendig gewesen wären, Salamander zu gesunden, waren größer als es Garant erwartet hatte“, erklärte Breuer die Entwicklung. In der Insolvenz wurden 50 Filialen geschlossen und der Betrieb auf das Kerngeschäft beschränkt.

„Wir sind auf einem Wachstumspfad und werden in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben“, sagte Breuer. Der Umsatz werde über dem Wert des Vorjahres von netto 165 Mill. € liegen. Durch den Ausbau des Filialnetzes sollen auch Arbeitsplätze entstehen. Momentan beschäftigt Salamander 1 300 Mitarbeiter, davon rund 700 in Deutschland.

Salamander vertreibt neben der eigenen Marke Schuhe und Accessoires im oberen Preissegment. Das Unternehmen wolle sein Sortiment um teurere Schuhmarken erweitern und in den Filialen ein neues Verkaufskonzept umsetzen, sagte Breuer. „In den Geschäften werden die Schuhe nicht mehr nach Größen präsentiert, sondern nach Segmenten“, sagte er zur Eröffnung der 57. Filiale in Karlsruhe.

Dabei hofft Egana Goldpfeil auch auf zusätzliche Chancen für die anderen Marken des Konzerns. So sollen in den Salamander-Filialen Accessoires der Luxusmarken „Goldpfeil“ und „Joop“ verkauft werden. Vor dem Einstieg bei Salamander verfügte EganaGoldpfeil nicht über ein eigenes Filialnetz. „Der Verkauf dieser Marken muss jedoch standortspezifisch ins Konzept passen und ist kein Automatismus“, betonte Breuer.

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