Unerlaubte Subventionen in Belgien
Ryanair bekommt Ärger mit der EU

Die Europäische Kommission hält nach Angaben der irischen Billigfluglinie Ryanair ihre mit dem belgischen Flughafen Charleroi geschlossene Vereinbarung wegen Subventionsmissbrauchs teilweise für ungesetzlich.

HB DUBLIN. Ryanair-Chef Michael O'Leary sagte am Mittwoch in Brüssel unter Berufung auf einen entsprechenden Entwurf der Kommission, falls die Kommission an ihren Feststellungen festhalten werde, werde man den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg anrufen. Zudem werde man mit dem Flughafen Charleroi, der etwa 40 Kilometer südlich von Brüssel liegt, und der Regionalregierung Walloniens Gespräche führen, ob der Flughafen privatisiert werden und ein neues kostengünstiges Abkommen geschlossen werden könne.

Anderenfalls sei Ryanair gezwungen, den Standort Charleroi aufzugeben und sich einen anderen privaten Flughafen zu suchen, bis der Gerichtshof entschieden habe, sagte O'Leary weiter. Der Unternehmenschef forderte die Kommission auf, sich für Wettbewerb und für günstige Flugtarife für die Verbraucher zu entscheiden. Hierzu gehöre auch, dass Ryanair langfristig den kostengünstigen Standort Charleroi behalten könne. Die EU-Kommission will noch in diesem Monat über die Legalität der Subventionszahlungen an Ryanair entscheiden. Ein EU-Sprecher war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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