Uniqlo
Wenn der Chef plötzlich einen Taschenfimmel hat

Tadashi Yanai, Gründer des Modekonzerns Uniqlo, will die Nummer eins für Basis-Kleidungsstücke in der Welt werden. Dafür erweitern die Japaner nun ihr Sortiment an Accessoires.

TokioDie japanische Bekleidungskette Uniqlo soll nach dem Willen ihres Gründers und Chefs, Tadashi Yanai, künftig mehr Accessoires, wie etwa Hüte, Taschen und Schuhe, verkaufen. Die Erweiterung dieses Angebots „ist das, worauf ich gerade Lust habe“, sagte Yanai bei einem Vortrag an der Universität Waseda in Tokio. Ein Sprecher der Gruppe Fast Retailing, zu der Uniqlo gehört, bestätigte, dass die Kette ihr Angebot an modischen Utensilien erweitern will.

Yanai hat aus einem Familiengeschäft im Westen Japans Uniqlo geschaffen – eine Kette mit heute weltweit mehr als 3000 Filialen. Seit Jahren verkündet er, er wolle die Nummer eins weltweit für Basis-Kleidungsstücke wie T-Shirts und Hosen werden. Yanai verdoppelte den Umsatz von 2010 bis 2015 bereits auf fast 1,7 Billionen Yen. Sein Ziel sind 5,0 Billionen Yen (38,5 Milliarden Euro).

„Wenn Du glaubst, Du schaffst es nicht, dann schaffst Du es auch nicht. Aber wenn Du daran glaubst, dann ist es Deine Aufgabe als Unternehmensführer, kompetente Leute auszusuchen und als Team zusammenzuarbeiten, um das Ziel zu erreichen“, sagte Yanai.

Der Uniqlo-Chef kritisierte deutlich die in Japan immer noch vorherrschende hierarchische Unternehmensführung. In seiner Branche sei es vollkommen normal, dass die Leute nach wenigen Jahren ein Unternehmen wieder verließen – und nicht ihr Arbeitsleben lang bei einer Firma bleiben.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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