Universitätskliniken
Grenzenlos gesund

Das Universitätskrankenhaus Aachen stellt die Weichen für die Zukunft: Gemeinsam mit dem Maastrichter Universitätskrankenhaus wollen die Aachener das erste europäische Universitätsklinikum gründen und so in die erste Liga aufsteigen.

AACHEN. Ganz im Westen, unmittelbar an der Grenze zu den Niederlanden, liegt das Aachener Universitätskrankenhaus. Es ist eines der jüngsten in Deutschland - und ohne herausragenden Ruf. Einzigartig ist vor allem der lange Beton-Koloss aus den 70er-Jahren, der gerade unter Denkmalschutz gestellt wurde. Vorstandschef Henning Saß präsentiert die Karte der Euregio Maas-Rhein: Da liegen Aachen und das noch jüngere Maastrichter Universitätskrankenhaus dicht beieinander - und im Zentrum. Das wollen beide Kliniken nutzen und das erste europäische Universitätsklinikum gründen.

Die Rechnung ist einfach: Gemeinsam wollen die Häuser in die erste Liga der Unikliniken aufsteigen. In der Grenzregion leben mehr Menschen als in Berlin - dem Einzugsgebiet des größten deutschen Uni-Klinikums. Die Berliner Charité behandelt etwa dreimal so viel Patienten wie die Aachener Uniklinik. Heute setzen Aachen und Maastricht jeweils rund 500 Mill. Euro im Jahr um. Zusammen wollen sie die Milliardenschwelle überschreiten und im Wettstreit der Kliniken um Forschungsgelder, Investitionen, Patienten und Studenten vorne mitmischen.

Denn der Wettkampf wird in beiden Ländern härter. Als Vorreiter für eine grenzüberschreitende Patientenversorgung hoffen die beiden Kliniken auf EU-Gelder und Aufträge von Medizin-Industrie und Pharmakonzernen. "Wenn sich die Gesundheitsversorgung europäisiert, sind wir das Modell", sagt Saß.

So könnten Aachen und Maastricht die besten Behandlungsmethoden beider Länder kombinieren und in der Forschung zur Führungsposition in Europa aufsteigen, sagt denn auch Henk van Houten. Der Chef von Philips Research Deutschland begrüßt den "Schritt zu einem einheitlicheren Gesundheitswesen in Europa" und hofft, dass damit die Grenzregion zu einer Art Silicon Valley der Medizintechnik aufsteigt. Schließlich hat das niederländische Unternehmen, neben Siemens und General Electric eines der großen in der Medizintechnik, seine Hauptentwicklungszentren in Eindhoven und Aachen.

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