Unternehmen hofft weiter auf neuen Geldgeber
WCM-Tafelsilber kommt unter den Hammer

Die angeschlagene Beteiligungsgesellschaft WCM hat ihren Kredit über knapp 200 Mill. Euro bei der HSH Nordbank nicht fristgerecht umfinanzieren können. Nun soll die wichtigste WCM-Beteiligung, ein 68-prozentiger Anteil am Maschinenbauer Klöckner-Werke, versteigert werden. Diesen Anteil und eine Beteiligung an den Maternus-Kliniken hat WCM an die HSH verpfändet.

HB HANNOVER. Eine Sprecherin der Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein sagte am Donnerstag, die HSH werde die Pfandverwertung nun zügig vorbereiten. Einen Termin für eine Versteigerung der Klöckner-Anteile gibt es WCM zufolge noch nicht. WCM hatte versucht, das Paket noch vor Ablauf der Frist selbst zu verkaufen.

WCM teilte mit, die HSH habe eine Stundung des in der vergangenen Woche gekündigten Kredits bis zum 31. Januar 2007 abgelehnt. Die mit der Kündigung gesetzte Frist von einer Woche zur Rückzahlung war in der Nacht zum Donnerstag ausgelaufen. Ursprünglich sollte das Darlehen bis Juli 2007 laufen. WCM will die Kreditkündigung juristisch prüfen lassen.

WCM hofft nun auf eine Umfinanzierung oder einen Verkauf der Klöckner-Beteiligung noch vor dem Versteigerungstermin. Ob dies möglich sei, hänge von den laufenden Verhandlungen ab, teilte das Unternehmen mit. Erst Anfang der Woche hatte WCM-Chef Roland Flach Hoffungen geweckt, als er erklärte, ein Investor habe sich schriftlich bereit erklärt, den fälligen Kredit umzufinanzieren. Allerdings müssten noch Details geklärt werden.

WCM war einst knapp sieben Mrd. Euro an der Börse wert. Allerdings hatte sich die Firma mit Beteiligungen an der Commerzbank und der Immobiliengesellschaft IVG verspekuliert. 2002 stürzte der Aktienkurs massiv ab. Nach einem Verkauf oder einer Versteigerung von Klöckner stünde WCM ohne ein operatives Geschäft da.

Am Donnerstag gaben die WCM-Aktien vier Prozent nach auf 16 Cent.

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