Unternehmen klagen über mangelnde Transparenz im EU-Förderdschungel
Der EU-Wildwuchs freut die Berater

Wenn Michael Peschl, Projektmanager bei der Hamburger Schweißtechnik-Firma Harms & Wende, über die EU-Bürokratie in Brüssel erzählt, klingt das alles andere als schmeichelhaft: „Ein kleines oder mittleres Unternehmen blickt da alleine nicht durch“, berichtet er.

DÜSSELDORF. „EU-Beihilfen können nur mit Unterstützung eingeworben werden.“ Peschl selbst hat es vorgemacht: Zweimal hat er sich für Förderanträge professionelle Hilfe von außen geholt – und beide Male bekam er sein Anliegen in Brüssel auch durch.

Viele Beratungsunternehmen jagen in Brüssel in fremdem Auftrag nach EU-Subventionen. Der zunehmend undurchsichtige EU-Beihilfe-Dschungel hat sich für diese Dienstleister längst zu einem lukrativen Geschäft entwickelt. Auf das so genannte EU-Consulting haben sich sowohl Berater mit Sitz in Brüssel als auch Dienstleister in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten spezialisiert.

Zu holen gibt es einiges: Die Brüsseler Subventionstöpfe sind – inklusive der Strukturfonds – mit rund 50 Milliarden Euro im Jahr gut gefüllt. Doch Unternehmen und Organisationen, die ein Projekt gefördert haben möchten, scheitern häufig am komplizierten Antrag. Experten gehen davon aus, dass 60 bis 80 Prozent der Förderanträge von der EU aufgrund formaler Mängel abgelehnt werden.

Die Berater schalten sich mit ihren Diensten zwischen die europäische öffentliche Hand und jene Unternehmen, die sich für die EU-Finanzhilfen interessieren, aber einen Antrag alleine nicht stemmen können, also vor allem kleine und mittelgroße Firmen.

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