Unternehmen legen Filialnetz zusammen
Hugendubel und Weltbild schmieden neuen Buchhandelsriesen

Der Buchhändler Hugendubel gründet mit der Verlagsgruppe Weltbild einen Buchhandelsverbund und steigt nach eigenen Angaben zur Nummer eins im deutschen Markt auf.

HB MÜNCHEN. Für die Kunden soll sich durch den Zusammenschluss nichts ändern, betonte die Chefs beider Unternehmen, Maximilian Hugendubel und Carel Halff, am Donnerstag in München.

Unter dem Dach der neuen Finanzholding DBH Buchhandelsgesellschaft sollen die zahlreichen bisherigen Filialketten unter Namen wie Hugendubel, Weltbild plus oder Jokers als eigenständige Gesellschaften weiter bestehen.

Die Unternehmen versprechen sich von ihrem Joint Venture jedoch deutlich bessere Wachstumschancen und eine stärkere Position im hart umkämpften Wettbewerb. Die neue Holding besitzt zudem Mehrheitsbeteiligungen an den Buchhandlungsketten Wohltat's aus Berlin, Habel aus Darmstadt und Weiland aus Lübeck. Mit einem Gesamtumsatz von 672 Millionen Euro und 451 Filialen sei das neue Unternehmen vor der Hamburger Thalia-Kette der neue Marktführer in Deutschland, sagte Hugendubel.

„Unser Ziel ist es, die einzigartige Vielfalt der deutschen Buchhandelswelt zu sichern“, betonte der Münchner Unternehmer. Alle angeschlossenen Buchhandlungsketten sollten ihren eigenständigen Charakter behalten und nicht in ein Einheitsschema gepresst werden, versicherte er. Die neue Holding strebe weitere Beteiligungen an anderen örtlich verwurzelten Buchhandlungen an, die auf der Suche nach einem starken Partner seien. Vorteile bestünden vor allem bei der gemeinsamen Logistik und dem modernen Datenbanksystem. Einen Stellenabbau schloss Hugendubel im Zuge des Zusammenschlusses „definitiv aus“, wie er betonte.

Weltbild-Chef Halff erklärte, dass der Versandhandel und das Verlagsgeschäft des Augsburger Konzerns strikt von dem neuen gemeinsamen Einzelhandels-Unternehmen getrennt bleibe. Hugendubel und das Augsburger Unternehmen im Kirchenbesitz arbeiten bereits seit über zehn Jahren unter anderem bei den rund 300 Weltbild-plus-Filialen in einem Joint Venture zusammen. Die neue Holding, die beiden Unternehmen zu je 50 Prozent gehören soll, muss noch vom Kartellamt genehmigt werden.

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