Unternehmen sieht keinen Zeitdruck bei Condor
Arcandor setzt auf Tourismussparte

Der Tourismus- und Handelskonzern Arcandor will seine Reisesparte weiter stärken und Thomas Cook zu einer globalen Marke ausbauen. "Wir werden weiter alle Chancen nutzen, um auch extern zu wachsen", sagte Middelhoff am Dienstag auf dem FVW-Tourismuskongress in Köln.

dpa-afx KÖLN. Der Tourismus- und Handelskonzern Arcandor will seine Reisesparte weiter stärken und Thomas Cook zu einer globalen Marke ausbauen. "Wir werden weiter alle Chancen nutzen, um auch extern zu wachsen", sagte Middelhoff am Dienstag auf dem FVW-Tourismuskongress in Köln. Die Verteilung der neuen Märkte etwa in Asien und Osteuropa sei in vollem Gange. "Wir reden heute über globalen Tourismus." Allerdings gebe es noch keinen "Global Player" in der Branche.

Die Thomas Cook Plc, an der Arcandor 52 Prozent der Anteile hält, ist nach Tui der zweitgrößte Reiseveranstalter der Welt. Beide Konzerne sind aber vor allem in Europa stark. Middelhoff kündigte an, den Internet-Vertrieb weiter auszubauen. Auch die Pauschalreise habe künftig noch ihre Berechtigung, hier sei nicht mit Umsatzrückgängen zu rechnen.

BEI Condor Kein Zeitdruck

Zu den seit Monaten laufenden Verhandlungen über eine Fusion der Fluggesellschaften Condor, Tuifly und Germanwings sagte Middelhoff, er stehe nicht unter Zeitdruck. "Wir haben ganz, ganz viel Zeit." Condor sei in Deutschland die zweitprofitabelste Airline nach der Lufthansa und wirtschaftlich kerngesund. Condor gehört mehrheitlich Thomas Cook, ein Viertel gehört der Lufthansa. Germanwings gehört indirekt mehrheitlich der Lufthansa, Tuifly ist eine Tochter von Tui. Eine ursprünglich geplante Fusion von Condor und Air Berlin war gescheitert.

Ebitda-Marge VON 5% BEI Cook

Zu den Berichten über Probleme des Arcandor-Konzerns mit einem Kreditversicherer äußerte sich Middelhoff auf dem Tourismuskongress nicht. Die Arcandor-Aktie war am Montag massiv unter Druck geraten, am Dienstagmittag stürzte sie zeitweise um 20 Prozent ab. Middelhoff sagte nur, der Wert des Tourismusbereichs der Arcandor sei vielen Menschen nicht gegenwärtig. Thomas Cook werde in dem Ende September ablaufenden Rumpfgeschäftsjahr eine operative Marge (Ebitda) von fünf Prozent erreichen, das sei mehr, als viele einem Tourismuskonzern jemals zugetraut hätten.

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