Unternehmen sieht Strategie bestätigt
Swiss weist wieder schwarze Zahlen aus

Die Fluggesellschaft Swiss hat im traditionell stärksten dritten Quartal mit 20 Millionen Schweizer Franken erstmals einen Betriebsgewinn erzielt nach einem Verlust von 267 Millionen Schweizer Franken in der Vorjahresperiode.

HB ZÜRICH. Weitere Massnahmen auf dem Weg zum Turnaround und zur Wettbewerbsfähigkeit seien jedoch „zwingend gefordert“, hiess es am Dienstag weiter. Die hohen Treibstoffpreise seien massgeblich mitverantwortlich für den verzögerten Turnaround der Swiss. Bei einem konsolidierten Umsatz von 927 (Vorjahr 1044) Millionen Schweizer Franken erzielte Swiss im dritten Quartal einen Reingewinn von 16 Millionen Schweizer Franken nach einem Verlust von 276 Millionen Schweizer Franken im Vorjahr.

Der erstmalige Ausweis eines Betriebsgewinns der Swiss gut zwei Jahre seit ihrem Bestehen bestätige, dass die eingeschlagene Strategie erfolgsversprechend ist, wurde CEO Christoph Franz in der Pressemitteilung zitiert. Swiss positioniere sich weiterhin als Netz-Werk Airline mit einem starken interkontinentalen Angebot ab ihrem Drehkreuz in Zürich. „Swiss befindet sich nach wie vor in einer Situation, die zwingend erfordert, dass wir die Kosten nochmals markant senken und Ertragspotenziale konsequent nutzen“, so Franz weiter. Um in der heutigen Situation wettbewerbsfähig zu werden, müssten sämtliche internen und externen Kosten überprüft werden. Dabei werde es keine Tabus geben. Der weitere Weg zum Turnaround sei „hart und steinig“. Eine Prognose für das Gesamtjahr machte Franz nicht.

Im dritten Quartal machen Fluggesellschaften gute Geschäfte

Neben den bisher noch nicht gewährten Kostenreduktionen im Flugzeugunterhalt belasteten die rekodrhohen Treibstoffpreise das Ergebnis im dritten Quartal mit rund 35 Millionen Schweizer Franken, hiess es weiter. Für das Gesamtjahr 2004 rechnet Swiss mit Mehrkosten für Treibstoff von 140 Millionen Schweizer Franken. Für die ersten neun Monate betrug der EBIT eine Million Schweizer Franken. Ohne den Sondereffekt aus dem Vergleich in einem Rechtsstreit belief sich der EBIT in den ersten neun Monaten auf minus 67 Millionen Schweizer Franken. Der Reinverlust in den ersten neun Monaten belief sich auf 17 Millionen Schweizer Franken.

Die Barmittel beliefen sich per 30. September auf 361 Millionen Schweizer Franken, dabei sei die kürzlich zugesprochene Kreditfazilität nicht berücksichtigt. Im zweiten Quartal war die Gesellschaft bei einem Umsatz von 899 Millionen Schweizer Franken auf einen Gewinn von 45 Millionen Schweizer Franken gekommen, in dem aber ein einmaliger Sonderertrag aus der Auflösung von Prozessrückstellungen von 68 Millionen Schweizer Franken enthalten waren.

Für das dritte Quartal hatte die Zürcher Kantonalbank für Swiss einen Umsatz von 935 Millionen Schweizer Franken, einen Ebit (operativer Gewinn vor Zinsen und Steuern) von zehn Millionen Schweizer Franken und einen kleinen Quartalsverlust prognostiziert. Im für Fluggesellschaften stärksten dritten Quartal konnte die Deutsche Lufthansa im Vergleich zum Vorquartal ihr Ergebnis stark verbessern. Das gleiche gilt für British Airways.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%