Unternehmen spricht von Diffamierungskampagne
Druck auf Discounter Lidl wächst

Im Konflikt um die Arbeitsbedingungen bei der Discounter-Kette Lidl hat sich der Ton verschärft. Die Gewerkschaft Verdi brachte am Mittwoch in Berlin eine Zeitung in Umlauf, die in einer Auflage von 250 000 Exemplaren bundesweit verbreitet werden soll.

HB BERLIN. Darin wirft sie Lidl vor, in den mehr als 2 600 Filialen die sozialen Mindest-Standards nicht einzuhalten. Falls sich daran nichts ändere, sei auch ein Boykott denkbar, sagte Verdi-Handelsexpertin Agnes Schreieder. Lidl wies die Vorwürfe zurück.

Die Gewerkschaft knüpfte damit an ein „Lidl-Schwarzbuch“ an, das im Dezember erstmals erschienen war. Ziel ist vor allem, die Bildung von Betriebsräten durchzusetzen. Bislang gibt es nach Gewerkschaftsangaben in Deutschland erst acht Lidl-Betriebsräte. Im Gegenzug warf eine Lidl-Sprecherin der Gewerkschaft eine „Diffamierungskampagne“ vor. Auf eine juristische Auseinandersetzung will der Konzern aber verzichten. Jeder Kunde könne sich selbst ein Bild davon machen, ob die Vorwürfe zutreffen oder nicht.

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