Unternehmen wollen Partner bleiben
Lufthansa und Metro verkaufen Payback-Anteile

Die Deutsche Lufthansa und der Handelskonzern Metro haben sich von ihren großen Anteilen am Payback-Kartenbetreiber Loyalty Partner getrennt. Beide Unternehmen wollen aber Partner des eigentlichen Bonusprogramms, bei dem Kunden Rabatte im Promillebereich sammeln können, bleiben.

HB DÜSSELDORF/FRANKFURT. Die Lufthansa werde durch den Verkauf ihrer Anteile an der Payback-Betreiberfirma Loyalty Partner im dritten Quartal einen Buchgewinn von voraussichtlich rund 100 Mill. € erzielen, teilte die Luftfahrtgesellschaft am Freitag mit. Metro verbuchte Unternehmenskreisen zufolge einen mittleren zweistelligen Millionen-Gewinn. Die Lufthansa veräußerte ihre gesamte Mehrheitsbeteiligung in Höhe von 52,6 %. Der bislang mit 25,1 % beteiligte Düsseldorfer Handelskonzern Metro stieß ein Paket von rund 15 % ab und hält damit noch rund zehn Prozent an dem Unternehmen. Die Lufthansa begründete den Schritt mit strategischen Erwägungen. Man werde sich weiter auf die Kernkompetenzen konzentrieren, erklärte Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley.

Den größten Anteil der verkauften Pakete und damit die Mehrheit an Loyalty Partner habe der britische Finanzinvestor Palamon Capital Partners erworben, teilte Loyalty Partner mit. Geschäftsführer und Firmengründer Alexander Rittweger erhöhe seinen Anteil auf rund 20 % von bislang 14,8 %. Weiterhin mit 7,5 % beteiligt sei das Beratungsunternehmen Roland Berger.

Palamon wolle die bestehende Geschäftsführung dabei unterstützen, die Marktposition weiter auszubauen, betonte der Payback-Betreiber. „Jetzt steht die Erweiterung unseres Geschäfts in Deutschland und im Ausland im Vordergrund,“ kündigte Rittweger an. Matthew Turner und Daan Knottenbelt, Partner bei Palamon Capital, unterstrichen die langfristige Ausrichtung ihrer Investition. „Wir investieren in stark wachsende Unternehmen. (...) Die Palamon Fonds haben eine Laufzeit von zwölf Jahren, das gibt uns einen großzügigen Zeitrahmen, in dem wir die gemeinsamen Wachstumsziele erreichen können.“

Ein Metro-Sprecher betonte, der Handelskonzern bleibe auf jeden Fall Mitglied im Payback-Kreis. „Metro ist sehr zufrieden mit dem Bonusprogramm und hält daran auch in Zukunft fest.“ So werde Metro-Chef Hans-Hoachim Körber weiter im neu formierten Aufsichtsrat von Loyalty Partner vertreten sein. Auch Lufthansa-Aufsichtsratschef Jürgen Weber bleibe trotz des Verkaufs der Anteile durch die Lufthansa Vorsitzender dieses Gremiums bei Loyalty Partner, unterstrich der Payback-Betreiber. An dem „Miles & More“-Programm der Lufthansa werde sich durch die Transaktion nichts ändern, hieß es zudem.

Payback gilt mit 28 Mill. eingesetzten Rabattkarten als Deutschlands größtes Bonusprogramm. Im Geschäftsjahr 2004 erzielte die Betreiberfirma Loyalty Partner mit 280 Mitarbeitern einen Umsatz von 125 Mill. €. Neben Lufthansa und Metro gehören unter anderem die Christ-Schmuckgeschäfte des Handelskonzerns Douglas, Apollo-Optik und die OBI-Baumärkte von Tengelmann zu den Partnerfirmen. Schärfster Wettbewerber von Payback ist der Bonusprogrammbetreiber Happy Digits. Die wichtigsten Partner sind KarstadtQuelle, die Deutsche Telekom, Tengelmann mit Kaiser's sowie die Drogerieketten Rossmann und Schlecker.

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