Unternehmensratings: Wie Standard & Poor's die Welt sieht

Unternehmensratings
Wie Standard & Poor's die Welt sieht

Während Frankreich und Österreich noch mit dem Verlust ihrer Topratings hadern, können Konzerne vom AAA meist nur träumen. Doch die viel kritisierte Ratingagentur S&P erwartet eine gute Entwicklung ihrer Bonität.
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FrankfurtÜber mangelnde Aufmerksamkeit kann sich Standard & Poor’s (S&P) derzeit nicht beklagen – spätestens seit die Ratingagentur die Kreditwürdigkeit etlicher Euro-Staaten vor wenigen Tagen herabgestuft und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hat. Doch die Einladung zum jährlichen Ausblick auf die Entwicklung der Bonität von Europas Unternehmen ist nicht auf größere Resonanz als üblich gestoßen: Knapp 20 Journalisten sind an diesem Vormittag  in die 27. Etage des 200 Meter hohen Main Towers in Frankfurt gekommen. Hier hat die Tochter des US-Medienkonzerns McGraw-Hill ihre deutsche Niederlassung, in der sie 120 ihrer weltweit 10.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Wo die Jalousien den Blick auf die Stadt frei geben, sind anfangs im Dunst nur Umrisse zu sehen. Das Bild, das sich bietet, passt zum Annäherungsversuch an den Branchenführer. Denn Kritiker prangern immer wieder seine mangelnde Transparenz an und werfen ihm Geheimniskrämerei vor, manche wittern sogar eine Verschwörung der Ratingagenturen gegen Europa.

Tobias Mock begrüßt die Runde mit den Worten: „Ich freue mich sehr zu sehen, dass es noch Interesse für Unternehmensratings gibt.“ Denn sie und nicht die Beurteilung der Kreditwürdigkeit von Staaten sind laut ihm die „Perle von S&P“. Der Managing Director und Chefanalyst für Ratings europäischer Unternehmen sagt gleich zu Beginn, allgemeine Fragen zu S&P könne er nicht beantworten. Er möchte über seine Themen sprechen und signalisiert, dass es ihm um die Sache geht.

Was Standard & Poor’s demonstrieren will, ist Business as usual – egal, wie scharf die Ratingagentur unter Beschuss steht: Ihre Beschäftigten gehen unbeeindruckt ihrer alltäglichen Arbeit nach. Und dazu zählt es ganz zentral, die Kreditwürdigkeit von 700 meist multinationalen Unternehmen in Europa zu bewerten, die fast ausnahmslos mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr umsetzen. Das ist Arbeit für 130 Analysten, die von 30 Helfern unterstützt werden – und gut ein Drittel der weltweit von der Agentur gerateten Unternehmen; hinzu kommen Banken und Versicherungen.

Kommentare zu " Unternehmensratings: Wie Standard & Poor's die Welt sieht"

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  • Ratingagenturen wirken als Akteure der selffullfilling prophecy. Sie stufen Unternehmen oder Staaten herab und bringen sie insgesamt ins Trudeln. Das Werkzeug dazu ist die Bankenidiotie, dass schlechte Schuldner höhere Zinsen bezahlen müssen. Natürlich können gerade diese am wenigsten hohe Zinsen bezahlen. Und schon kommt die Abwärtsspirale in Gang. Das Ganze beruht darauf, dass Banken Abschreibungen auf gefährdete Schulden machen müssen. Der Schwachsinn endet nur damit, dass die schwachen Schuldner mit höherer Wahrscheinlichkeit komplett Pleite gehen. Und der ganze Unsinn wird nahtlos auf Staatsfinanzen übertragen. Wo das endet, werden wir in Europa sehen, wenn die zukünftigen Herabstufungen der europäischen Staaten zur Herabstufungen des europäischen Rettungsfonds und in der Folge zur Herabstufung Deutschlands führen werden. Wenn Gesamteuropa Pleite ist : Werden wir uns daran erinnern, dass Europa die reichste Region der Erde ist ?

  • hmmm, neee die sind nicht geisteskrank

    sie sind schlecht, oder Betrüger.
    Aber nicht krank.

    Sie handeln im Interesse mit ihrem Land (USA, GB)und das sind unsere Feinde. Wäre es anders, hätten wir mit diesen Ländern einen Friedensvertrag.

    erwartet etwa ein Schwein, dass der Schlachter es objektiv berät

    oder geht das Lamm zum Löwen und frag nach seine Liquidität??



    Wie "alternativbegabt" muss man eigentlich sein, wenn man sich von Feindes-Institutionen beraten lässt???

  • Man ist gut beraten, diese albernen Agenturen stets zu ignorieren.

    Mittlerweile könnte man solchen Agenturen Schizophrenie bescheinigen.

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