Unternehmensstrategie
Reisekonzern Cook baut um

Thomas Cook macht sich fit für den Börsengang. Auf dem Weg dorthin will der Reisekonzern die internen Unternehmensabläufe straffen. 100 Millionen Euro sollen investiert werden.

HB FRANKFURT. Ziel sei eine länderübergreifende Produktionsplattform für alle 33 Marken und Veranstalter des zweitgrößten europäischen Touristikanbieters, kündigte Konzernchef Thomas Holtrop in der am Donnerstag erschienenen Mitarbeiterzeitung „Connect“ an. Der Aufsichtsrat habe dafür die Investitionssumme von 100 Millionen Euro bewilligt.

Mit dem Geld solle eine neue Software entwickelt werden, mit der sich der Einkauf von Hotelzimmern, Appartements, Ferienhäuser und Flügen sowie auch das Zusammenstellen von Reisen zentral abwickeln lasse, erläuterte ein Sprecher. „Damit sollen die Prozesse bei der Produktion von Reisen flexibler und effektiver und damit auch kostengünstiger werden“, ergänzte er. Nur so seien in der Touristik bessere Gewinnmargen zu erzielen. Mit der zentralen Einkaufsplattform könnten die Veranstalter künftig kurzfristiger auf Kundenwünsche reagieren. Auch Marktführer TUI hat vor einiger Zeit eine ähnliche Plattformstrategie beschlossen, um die Kosten zu senken, diese aber auf die einzelnen Länder begrenzt.

Das Projekt bei Cook ist Teil der von Holtrop eingeleiteten Wachstumsstrategie „Move“. Nach zwei Jahren harter Sanierung soll der Lufthansa und KarstadtQuelle gemeinsam gehörende Reisekonzern in den kommenden Jahren für einen Börsengang fit gemacht werden. Ob Lufthansa und KarstadtQuelle allerdings Anteile am Kapitalmarkt verkaufen, ist noch nicht entschieden. Der Essener Handelskonzern hat mehrfach bekundet, COOK von Lufthansa komplett übernehmen zu wollen. Bislang konnten sich beide Unternehmen in dieser Frage nicht einigen.

Holtrop bekräftigte in der Mitarbeiterzeitung, das Unternehmen müsse bis spätestens zum Geschäftsjahr 2009/2010 seine Kapitalkosten verdienen. Dazu müssten der Umsatz jährlich um vier Prozent und das operative Ergebnis jährlich um fünf bis zehn Prozent steigen. Thomas Cook hatte im Geschäftsjahr 2004/2005 zum ersten Mal seit vier Jahren wieder einen kleinen Gewinn erwirtschaftet.

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