Unternehmensstrategien
Wenn die Konsumenten mitsprechen dürfen

Unternehmen wie Lego oder McDonalds setzen auf die Mitbestimmung ihrer Konsumenten. Auch eine Studie hat jetzt bewiesen: Diese Gemeinschaftsprodukte sind besonders erfolgreich.
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DüsseldorfEnergisch reißt Mutter Carmen das Lego-Märchenschloss-Paket auf. "Boa", ruft sie, ihre Tochter Kira, zwei Jahre alt, greift nach den rosafarbenen Steinen und lacht in die Kamera. Carmen ist begeistert: Sie bekam die Bauklötze kostenlos von Lego geschickt, zum Testen, denn sie ist Mitglied der Online-Community "Netmoms". Seit 2009 existiert die Kooperation zwischen dem dänischen Steinchenhersteller und dem Mütter-Portal. Zum beiderseitigen Nutzen: Während die Kunden bei den Produkten mitreden dürfen, erhält Lego wertvolle Berichte aus seiner Kernzielgruppe.

Auch die Schnellrestaurant-Kette McDonald's beteiligt ihre Kunden: Schon zum zweiten Mal läuft der Wettbewerb "Mein Burger", bei dem Internetnutzer ihre Lieblingskreation wählen dürfen. Der erste Contest vor einem Jahr war ein Riesenerfolg: fünf Millionen abgegebene Stimmen und kräftige Umsätze mit den populären "Facebook-Burgern". Beispiele wie diese zeigen: Der Verbraucher übernimmt immer öfter die Markenführung.

Produkte und Kampagnen, die gemeinsam mit den Kunden entwickelt wurden, sind besonders erfolgreich. Das zeigt die noch unveröffentlichte Studie "Die Demokratisierung der Markenführung" des Marktforschungsunternehmens GfK und der Werbeagentur Serviceplan, die dem Handelsblatt vorab vorliegt. "Der Verbraucher will bei Marken, die ihm täglich begegnen und die seinen Lebensstil beeinflussen, aktiv mitreden", sagt Peter Haller, Gründer der Agentur Serviceplan.

"Reagieren wir nicht darauf, übernimmt der Markt die Regie." Die Mitbestimmung der Verbraucher hat längst begonnen: 41,8 Millionen Menschen in Deutschland sind online, davon 25,2 Millionen Mitglieder in Freundeportalen wie Facebook.

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  • Die Geschäftsstrategie mit Beteiligung der Kunden scheint aufzugehen. Aber auch andere Strategieformen liegen im Trend: http://www.theeuropean.de/tatijana-kulas/9582-neue-unternehmensstrategie

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