"Unübersichtliche Preisgestaltung"
Verbraucherschützer werfen Ikea Zahlentrickserei vor

Verbraucherschützer haben die von Ikea angekündigte Preisoffensive scharf kritisiert: Die Möbelkette drehe den Spieß einfach um und biete zwar manche Produkte billiger an, erhöhe allerdings an anderer Stelle die Preise.

HB BERLIN. Die geplanten Preissenkungen des schwedischen Möbelkonzerns Ikea haben die Verbraucherschützer mobilisiert: «Typisch für Ikea ist die sehr unübersichtliche Preisgestaltung bei den Produkten», sagte der Leiter der Europäischen Verbraucherzentrale Kiel, Bernd Krieger, der «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» (FAS).

Da hebe man ein paar Möbel hervor, die im Preis sehr billig seien. Dafür werde an anderer Stelle der Spieß dann wieder umgedreht, wirft Krieger der Möbelkette vor. So werde beispielsweise der Preis für das Bücherregal «Billy», welches zu den größten Umsatzbringern des Konzerns gehöre, von 46 Euro auf 49 Euro erhöht, hieß es.

Ähnlich äußerte sich auch der Dachverband der deutschen Verbraucherzentralen: Das sei ein zweifelhaftes Berechnungsmodell. «Da sind viele Zahlentricksereien möglich, um den Kunden zu verwirren», zitierte die Zeitung einen Sprecher.

Aufmerksam wurden die Verbraucherschützer dem Bericht zufolge durch einen Vergleich der Preise in den neuen Katalogen für Österreich und Deutschland: Das Bettgestell «Hemmes» kostet in Österreich demnach 149 Euro und in Deutschland nach der Preissenkung 200 Euro. Es rieche nach «bewusster Verbrauchertäuschung», wenn etliche Produkte zum 1. September in Deutschland teurer werden, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, Dirk-Uwe Klaas, laut FAS.

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