Urlaub für Amerikaner
Für „Kabinentrinker“ und „Schnellesser“

Auf Flusskreuzfahrten der Viking-Flotte bleiben Amerikaner unter sich. Die US-Kundschaft wird mit einem vertrauten Ambiente auf den Rhein, den Jangtse oder den Nil gelockt: Urlaub für ein Klientel mit eingefahrenen Gewohnheiten und bescheidenem Wissensstand.

KÖLN. Eiswürfel, wohin das Auge sieht: Die Karaffen auf dem Buffet sind randvoll mit rechteckig Gefrorenem – für „Water“ oder „Lemon Ice Tea“ bleibt in den Kannen kaum Platz. Daneben, am Eingang des Restaurants, warnt ein Schild: „For hygenic reasons, please disinfect your hands“. Auf den elegant gedeckten runden Tischen dann: Wasserkaraffen voller Eis. Die Frühstückskarte weist „Blueberry Pancakes“ und „Hash Brown Potatoes“ aus, es gibt vier verschiedene Sorten „Hot Cereals“, und im Brotkorb warten Sesambagels: Mitten auf dem Rhein ist das Kreuzfahrtschiff „Viking Sun“ ein Stück Amerika.

Rein äußerlich unterscheidet sich die „Sun“ überhaupt nicht von den vielen anderen Flusskreuzfahrtschiffen, die jetzt wieder zwischen Basel, Amsterdam und Antwerpen fahren. Schon gar nicht vom Schwesterschiff, der „Viking Helvetia“.

Was den Unterschied ausmacht, sind die Passagiere: Auf der „Sun“ sind die Nordamerikaner unter sich, auf der „Helvetia“ die Europäer. Dahinter steht ein konsequentes Vermarktungskonzept, sagt der Norweger Torstein Hagen, Gründer und Chef der in Basel und Köln ansässigen Viking River Cruises: „Es ist ein Irrglaube, dass unsere Kunden eine internationale, vielsprachige Atmosphäre an Bord schätzen. Sie wollen mit Leuten reisen, die ähnlich gestrickt sind wie sie selbst."

So trennt die Reederei mit ihren gut 20 Hotelschiffen – seit der Übernahme der Köln-Düsseldorfer im Jahr 2000 auch auf dem Rhein – in vielen Flussrevieren der Welt US- und Europa-Kundschaft. Die „Sun“ wird in Europa weder erwähnt noch vermarktet, mit der „Helvetia“ ist es in Nordamerika genauso.

Die US-Kundschaft mit einem vertrauten Ambiente auf den Rhein, den Jangtse oder auf die Wolga und den Nil zu locken, ist für den gelernten Unternehmensberater Hagen, der bei McKinsey bis zum Partner aufstieg, unternehmerisches Kalkül. „Wir sind erst am Anfang im US-Flusskreuzfahrtgeschäft – der Markt ist einfach riesig.“ Schon heute stellen die Gäste aus den Staaten rund 60 Prozent der Kunden.

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