Urlaub in Krisenzeiten: Wie gefährlich die Unruhen für Griechenland-Urlauber sind

Urlaub in Krisenzeiten
Wie gefährlich die Unruhen für Griechenland-Urlauber sind

Krawalle, Demonstrationen und Streiks: War's das mit dem Sommerurlaub in Griechenland? Viele Urlauber sind verunsichert - angesichts der Situation in dem beliebten Ferienziel und möglicher Beeinträchtigungen auf Reisen.
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Düsseldorf„Wer schon immer mal überlegt hat, in Griechenland Urlaub zu machen, kann jetzt ein Signal setzen. Jeder Urlaub ist dem Land eine Hilfe“, wirbt der FDP-Europaabgeordnete Alexander Graf Lambsdorff für Ferien in dem schuldengeplagten Ferienziel. Und das mit gutem Grund: Mitten in der Hauptbuchungsperiode für den Sommer 2012 schwächelt Griechenland: Beim Reisekonzern Tui liegen die Buchungen aktuell um 27 Prozent unter den Vorjahreszahlen. Ein Vertreter von Thomas Cook bestätigt der „Süddeutschen Zeitung“ den Trend und erklärt: „Griechenland hat Probleme.“ Der Deutsche Reiseverband will noch keine Tendenz bei den Buchungen erkennen und verweist darauf, dass die Hauptbuchungszeit für deutsche Sommerurlauber noch bis Ende März dauert.

Der Urlaub bei den Hellenen ist billig wie nie, doch die Reisenden fürchten Streiks an den Flughäfen, haben Angst davor, dass sie auf dem Weg zur Akropolis in eine Straßenschlacht geraten oder fürchten, dass ihnen das Benzin für den Mietwagen knapp wird. Die Skepsis bezüglich Griechenlands ist hoch: Innerhalb von zwei Jahren hat sich der Anteil deutscher Urlauber um rund ein Drittel reduziert, schreibt die Stiftung für Zukunftsfragen in ihrer jüngsten Tourismusanalyse. Auch eine aktuelle Gfk-Umfrage unter 4.000 Bundesbürgern zeigt, dass es immer weniger Deutsche nach Griechenland zieht. Nur noch 1,1 Prozent wollen in den südosteuropäischen Staat verreisen - 2011 waren es zwei Prozent, 2010 noch 3,3 Prozent. Die schlechten Nachrichten aus dem Sorgenland der EU zeigen Wirkung.

Aber wie sicher ist es dort für Reisende? Der ADAC und das Auswärtige Amt empfehlen, sich generell vor Reiseantritt beim Veranstalter und in den Medien nach der aktuellen Situation zu erkundigen. Es liegt zwar keine aktuelle Reisewarnung für die Region vor, Einschränkungen im Flug-, Bahn-, Fähr- und öffentlichen Nahverkehr müssten aber immer einkalkuliert werden, da viele Protestaktionen oftmals nicht angekündigt werden. Um nicht in Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Polizei hineingezogen zu werden, empfehlen die Experten, sich von Menschenansammlungen und Kundgebungen fern zu halten - das gilt in Athen und Thessaloniki.

Das bedeutet nicht, dass man deswegen aus der Stadt flüchten muss. Selbst wenn es im Zentrum von Athen zu Krawallen kommt, sei es möglich, drei Straßen weiter gemütlich in einem Kaffeehaus zu sitzen, sagt Reiseschriftsteller und Griechenlandexperte Klaus Böting dem Nachrichtenportal „Der Westen“. „Außerdem fahren die meisten Urlauber ja nicht nach Athen, sondern in die Badeorte oder auf die Inseln.“ Und dort kriegt man von den Protesten eher wenig mit.

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Pauschalurlauber müssen sich keine Sorgen machen

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  • Wir haben im Februar nach vielem Hin und Her wieder 2 Wochen Korfu gebucht, haben mittlerweile 3 gute Bekannte dort und freuen uns schon darauf. Unser Urlaubsvorgefühl ist heute schon da! Besser kann es somit nicht sein. Wir werden sehen ....

  • Meiner Meinung nach bringen die Hilfspakete deshalb nichts, weil das Problem damit nur verlagert wird. Wir senden jetzt Geld an die Griechen, in ein paar Monaten vielleicht nach Spanien oder wohin auch immer und daraufhin gehen wir irgendwann selbst pleite - und wer sendet uns dann Geld? Dadurch, dass wir eine Wirtschaftsunion gebildet haben, in der sich jetzt jeder um jeden kümmern möchte und ehemals notwendige landesspezifische Regelungen durch europaweite Goodwill-Gesetze überlagert werden, steuern wir unweigerlich auf den Abgrund zu.
    Für Urlaub in Griechenland bin ich allerdings dennoch, denn hierbei unterstützt man neben dem Staat vor allem die dort ansässigen Privaten, indem man ihre Jobs sichert und ihnen somit Einkommen beschert. Wir fahren heuer zum zweiten Mal in Folge ins Magic Life Kos und letztes Jahr wurde uns dort von einer einheimischen Fremdenführerin bestätigt, dass die Tourismusregionen noch am besten dran sind, also zumindest so kann man einen sinnvollen Beitrag leisten.

  • Nach vielen Tagen endlich mal Kommentare, die Sinn machen und zum nachdenken anregen. Ich muss zugeben, dass mich die Naziargumentation auch sehr aufregt. Auch bin ich der Meinung, dass das "Hilfspaket" keine Lösung ist. Wahrscheinlich braucht es einen 100% Schnitt und dann gemeinsame Anstrengungen das Land wieder auf die Beine zu stellen. Das bedeutet aber auch extreme Änderungen in GR. Auch muss versucht werdenhinzerzogenes Auslandsvermögen zu sichern. Mir stellt sich die Frage, ob GR bereit ist, diese notwendigen Schritte zu gehen.

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