Urlauber werden auf andere Fluglinien umgebucht
Tui-Töchter kündigen Verträge mit Helios

Europas größter Reisekonzern Tui hat Kunden, die im Herbst mit Helios Airways in Urlaub fliegen sollten, auf andere Fluglinien umgebucht. Ein Konzernsprecher sagte dem Handelsblatt, die Tochterunternehmen Tui Suisse und Tui Polska hätten die Charter-Verträge mit der zyprischen Fluglinie gekündigt.

ebe/oli FRANKFURT/ZÜRICH. Tui begründete den Schritt mit „starken Kundenrückfragen“ nach dem mysteriösen Absturz einer Helios-Maschine, bei der am Sonntag nahe Athen alle 121 Insassen einer Boeing 737 ums Leben gekommen waren. Bisher läuft der Flugbetrieb von Helios Airways plangemäß weiter, teilte das zypriotische Unternehmen auf seiner Internetseite mit.

Tui Suisse verweist zudem auf die Reaktion des Schweizer Bundesamts für Zivilluftfahrt, das nach dem Unfall die Betriebsbewilligung für Helios überprüfen will. Die Aufsichtsbehörde arbeite eng mit zyprischen und griechischen Behörden zusammen, sagte deren Sprecher Anton Kohler dem Handelsblatt. Ergebe die Analyse, dass die Voraussetzungen für die Betriebsbewilligung nicht mehr gegeben seien, könnte Helios die Landeerlaubnis in der Schweiz entzogen werden.

Auch der Schweizer Reiseveranstalter Hotelplan zieht Konsequenzen aus dieser Untersuchung und wird im Herbst nicht wie beabsichtigt auf Charterflugzeuge der Helios-Flotte zurückgreifen. Das bestätigte ein Hotelplan-Sprecher. Helios Airways flog bereits 2001 und 2002 für Hotelplan und Tui. Reisekonzerne setzen ausländische Fluggesellschaften oft für Zusatzflüge ein, wenn ihre eigenen Kapazitäten erschöpft sind. Tui Deutschland und Thomas Cook (u.a. Neckermann) haben keine Kontrakte mit Helios.

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