Ursprünglich erst für Ende 2004 geplant
Hapag-Lloyd-Express startet durch Richtung Gewinnzone

Hapag-Lloyd-Express will früher als erwartet in die Gewinnzone "fliegen". Ein Jahr nach dem Start des Tui-Billigfliegers ist sich HLX-Geschäftsführer Wolfgang Kurth sicher: „Wenn es läuft, wie wir planen, schaffen wir es vor Oktober nächsten Jahres." Bislang war vorgesehen, dass HLX im vierten Quartal 2004 in die schwarzen Zahlen kommt.

HB HANNOVER. Kurth sagte, der Reisekonzern Tui habe als Startinvestition für den Billigflieger bis zu 100 Millionen Euro aufwenden wollen. „Dieses Geld werden wir nicht komplett brauchen, bis wir die Gewinnschwelle erreicht haben.“ Derzeit liege die Auslastung der Maschinen über alle Strecken bei rund 70 Prozent. Zahlreiche Strecken würden schon jetzt mit Gewinn betrieben.

Er bekräftigte die Wachstumsziele für das nächste Jahr. „Wir werden bei der Zahl der Passagiere um etwa 20 Prozent zulegen und 2004 rund 2,4 Millionen Fluggäste zählen.“ Zur einen Hälfte werde das Passagier-Wachstum aus der höheren Auslastung der Maschinen erzielt werden. Kurth: „Wir müssen an die 80-Prozent-Marke kommen.“ Andererseits stehe die Flotte von zehn Maschinen das komplette nächste Jahr zur Verfügung. 2003 waren die Flotte von zunächst vier Maschinen erst im April auf zehn ausgebaut worden. Geprüft werden zudem weitere Abflughäfen in Deutschland sowie Ziele auch in Osteuropa. „Diese Region könnte vor allem durch die EU-Ost- Erweiterung sehr interessant werden“, sagte Kurth.

Der Markt der Billigflieger in Deutschland sei hart umkämpft. „Inzwischen gibt es neun Anbieter, europaweit sind es 50.“ In der Anfangsphase hätten vor allem junge Menschen mit hohem Einkommen und überdurchschnittlicher Bildung die HLX-Flüge genutzt. „Das hat sich inzwischen geändert. Der Alters- und Bildungsdurchschnitt entspricht dem Durchschnitt der deutschen Bevölkerung. Das Geschäftsmodell der Billigflieger ist in nur einem Jahr in allen Schichten akzeptiert.“

Hoch sei auch die Zahl der Mehrfach-Nutzer. „Fast 60 Prozent sind schon zwei Mal oder noch öfter mit uns geflogen.“ Überraschend hoch sei auch der Anteil der Geschäftsreisenden mit 30 Prozent. Nach wie vor buchen nahezu 80 Prozent der Fluggäste ihre Tickets über das Internet. Rund die Hälfte der Passagiere zahle weniger als 70 Euro für die Flüge.

HLX ging als 100-prozentige Tochter des weltgrößten Reisekonzerns Tui vor einem Jahr an den Start. 2003 soll die Marke von 2 Millionen Fluggästen erreicht werden. Der Ausbau der Flotte wurde schneller vollzogen als vorgesehen. Bislang fliegt die Linie von Köln, Hannover und Stuttgart 20 Ziele in Deutschland und Europa an. Während die Konkurrenz inzwischen auch klassische Tourismusziele wie etwa Palma de Mallorca ansteuert, meidet HLX diese Flughäfen bislang noch.

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