US-Airline
Spritpreis und Fusion drücken Gewinn von United Continental

Die weltgrößte Fluggesellschaft United Continental muss einen herben Gewinneinbruch hinnehmen. Schuld sind der teure Treibstoff und hohe Fusionskosten.
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BangaloreTeurer Treibstoff und hohe Fusionskosten haben den Gewinn der weltgrößten Fluggesellschaft United Continental im Frühjahr einbrechen lassen. Der Überschuss sank im abgelaufenen Quartal um deutlich mehr als ein Drittel auf 339 Millionen Dollar und verfehlte klar die Erwartungen von Analysten. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, wurden allein 206 Millionen Dollar für die Verbindung von Computersystemen sowie für Fortbildung, Abfindungen und Umzüge von Angestellten ausgegeben.

United kaufte seinen Konkurrenten Continental im Jahr 2010 für 3,17 Milliarden Dollar. Das neue Unternehmen tut sich schwer, beide Teile schnell zu vereinen. Die Analystin Helane Becker von Dahlman Rose & Co. geht nach eigenen Worten davon aus, dass der Zusammenschluss noch bis Mitte des kommenden Jahres Geld kostet. "Wir haben immer gesagt, dass die Vollendung einer Fusion doppelt so lang dauert und doppelt so viel kostet."

Die Analystin zeigte sich auch vom Umsatz enttäuscht, der bereinigt von Sonderposten um ein Prozent auf 9,94 Milliarden Dollar stieg. Auch die gestiegenen Treibstoffkosten belasteten das Ergebnis. Die Kerosinrechnung sei um sechs Prozent auf 3,41 Milliarden Dollar gestiegen, teilte der Konzern mit, der in der Star Alliance auch mit der Deutschen Lufthansa zusammenarbeitet.

Delta Air Lines und US Airways hatten mit ihren Bilanzen am Mittwoch die Erwartungen von Analysten übertroffen. US Airways deutete aber an, dass sich Geschäftsreisende zunehmend zurückhalten, was bei Investoren auch mit Blick auf andere Unternehmen Sorgen hervorrief.

Auch United Continental konnte mit seinen Zahlen nicht überzeugen. Die Aktie lag am Mittag in New York um 6,3 Prozent im Minus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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