US-amerikanische greift nach britischer Hotelkette
Hilton will Hilton kaufen

Seit 40 Jahren sind die britische und die US-amerikanische Hilton-Kette getrennt. Nun sollen die Hotel-Giganten wiedervereint werden.

HB LONDON. Der US-Konzern Hilton Hotels Corp verhandele über die Übernahme der Hotels der britischen Hilton Group, teilten die beiden Unternehmen am Freitag mit. Die Übernahme könnte Branchenkreisen zufolge ein Volumen von umgerechnet rund 5,3 Milliarden Euro haben. Die Aktien der britischen Hilton-Gruppe schossen bis zu 19 Prozent in die Höhe.

Das internationale Hilton-Geschäft war 1964 in finanzielle Schwierigkeiten geraten und aufgespalten worden. Seitdem unterhielt die US-Firma mehr als 2300 Hotels in den USA. Die in London ansässige Unternehmensgruppe Ladbroke, zu der auch Wettbüros gehören, betreibt unter dem Markennamen Hilton mehr als 400 Hotels außerhalb der USA.

„Hilton Hotels Corp muss die Marke wieder zusammenführen, um langfristige Synergien beim Umsatzwachstum zu erzielen“, hieß es bei Analysten von ABN Amro. Es gehe nicht um Sparpotenzial, sondern darum, den Geschäftsbereich der US-Firma auszuweiten. Die Übernahme bestätige die Einschätzung der Analysten, dass US-Hotelbetreiber nach Europa kommen wollen, „um ihre Erlösmöglichkeiten zu verbreitern.“

Getragen von dieser Erwartung stiegen am Freitag auch die Aktien des weltweiten Branchenprimus Intercontinental Hotel um fast 8 Prozent. Die Hilton-Papiere notierten in London knapp 12 Prozent im Plus bei 340,5 Pence. Analysten rechnen kaum mit einem Gegenangebot, aber mit einem generellen Interesse von US-Hoteliers wie Marriott oder Starwood an Unternehmen in Europa.

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