US-Baumarktkette
Home Depot: Gewinneinbruch geringer als befürchtet

Trotz der Immobilienkrise ist der Gewinn der US-Baumarktkette Home Depot im zweiten Quartal weniger stark eingebrochen als befürchtet. Allerdings sorgte der schwache Ausblick bei einigen Anlegern für Skepsis. Das bekam sogar die deutsche Konkurrenz zu spüren.

HB ATLANTA. Die weltgrößte Baumarktkette Home Depot kommt bislang dank Einsparungen unerwartet gut durch die US-Immobilienkrise. Zwar verdiente der US-Konzern im vergangenen Vierteljahr nach Angaben vom Dienstag mit 1,2 Mrd. Dollar ein Viertel weniger als vor einem Jahr. Branchenexperten hatten jedoch mit einem kräftigeren Gewinneinbruch gerechnet, deshalb kletterte die Aktie vorbörslich um gut zwei Prozent. Nach Börseneröffnung notierte das Papier in einem sehr negativen Umfeld leicht im Minus.

Der Gesamtumsatz fiel um 5,4 Prozent auf 21 Mrd. Dollar. Damit hielten sich die Verkäufe ebenfalls besser als erwartet, obwohl die Absätze in Baumärkten, die seit mindestens einem Jahr geöffnet sind, um acht Prozent zurückgingen.

Bereits am Montag hatte der kleinere Rivale Lowe's einen unerwartet hohen Gewinn vermeldet. Im Frühjahrsquartal machen die Baumärkte traditionell gute Geschäfte, da viele Menschen nach dem Winter Renovierungsprojekte in Angriff nehmen. Die US-Immobilienkrise hat in den Büchern der Branche bereits deutliche Spuren hinterlassen. Bei Home Depot ging der Gewinn bereits das achte Vierteljahr in Folge zurück.

Das Ergebnis in Höhe von 1,2 Mrd. Dollar bedeutet umgerechnet ein Ergebnis von 0,71 Dollar pro Aktie. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte Home Depot noch 0,81 Dollar pro Aktie verdient, Analysten hatten nun jedoch lediglich mit einem Ergebnis von 0,61 Dollar pro Aktie gerechnet.

Ein Gewinn von 0,71 Dollar je Aktie lese sich gut angesichts einer Konsensschätzung von 0,61 Dollar, sagt ein Händler in einer ersten Einschätzung. Der Ausblick sehe zwar weniger berauschend aus, "aber wirklich schlecht ist etwas anderes". Ein anderer Händler sieht die neue Prognose eines 24prozentigen-Rückgangs beim Gewinn je Aktie hingegen deutlich negativ. Ursprünglich habe der Konzern einen Rückgang von 19 bis 24 Prozent erwartet, so der Händler weiter.

Im Gefolge eines schwachen Ausblicks von Home Depot gaben die Aktien von Praktiker bis zum Nachmittag um über fünf Prozent nach. "Zwar sind Praktiker und Home Depot auf zwei verschiedenen Märkten zu Hause, aber Anleger reagieren derzeit übermäßig sensibel wenn negative Nachrichten aus dem Sektor kommen", heißt es von Händlern.

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