US-Elektronikhändler
Best Buy leidet unter der Internet-Konkurrenz

Die Online-Rivalen machen dem Elektronikhändler aus den USA zu schaffen. Die Geschäfte liefen erneut schlechter. Branchenkenner mahnen, der Konzern müsse mindestens die Hälfte seiner Läden schließen.
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New YorkDem weltgrößten Elektronik-Einzelhändler Best Buy setzt die wachsende Internetkonkurrenz immer stärker zu. Das US-Unternehmen verdiente zwar im ersten Geschäftsquartal nach Angaben vom Dienstag dank einer geringeren Steuerlast und einer zusätzlichen Arbeitswoche mehr als erwartet. Die Geschäfte liefen aber erneut schlechter. Der Umsatz fiel auf vergleichbarer Basis in den drei Monaten bis zum 5. Mai um 5,3 Prozent, nachdem er schon vor einem Jahr um drei Prozent gesunken war.

Best Buy leidet darunter, dass immer mehr Kunden die Läden in teueren Innenstadtlagen nur nutzen, um die Produkte anzusehen, bevor sie dann bei Online-Anbietern wie Amazon oder Discount-Märkten wie Wal-Mart auf Schnäppchenjagd gehen. Die Aktie notierte wenig verändert.

Der Nettogewinn fiel um 37 Prozent auf 161 Millionen Dollar. Der Umsatz insgesamt stieg zwar mit einem Plus von 2,1 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar stärker zu als von Experten erwartet. Das Unternehmen profitierte aber davon, dass das erste Geschäftsquartal in diesem Jahr um eine Arbeitswoche länger ausfiel. "Für eine Quartal mit einer Extra-Woche ist das ein schreckliches Ergebnis", sagte Analyst Michael Pachter von Wedbush Securities.

Die bereits eingeleiteten Einsparungen reichen Branchenkennern zufolge nicht aus. "Die Wende schafft man nicht mit der Schließung von 50 Läden", sagte Pachter. Der Konzern müsse mindestens die Hälfte seiner Filialen schließen und sich auf lukrativere Produkte konzentrieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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