US-Fluggesellschaft will im kommenden Jahr Gewinn erzielen und den Gläubigerschutz verlassen
Sanierung von United kommt voran

Die angeschlagene US-Fluggesellschaft United Airlines (UAL) will im kommenden Jahr wieder einen Reingewinn einfliegen. Das kündigte Konzernchef Glenn Tilton in Frankfurt an. Er begründete seinen Optimismus mit den bisherigen Erfolgen bei der Neuausrichtung der zweitgrößten Fluglinie der Welt. „Wir haben unsere strategische Flexibilität zurückgewonnen“, sagte er.

FRANKFURT/M. UAL erzielte im dritten Quartal dieses Jahres erstmals seit dem Jahr 2000 wieder ein positives Betriebsergebnis von 90 Mill. $. Im Vorjahreszeitraum hat die Fluggesellschaft noch einen Verlust von 665 Mill. $ verzeichnet.

Im April oder Mai kommenden Jahres, so hofft Tilton, könnte UAL aus dem Gläubigerschutz nach Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechts entlassen werden. Unter diesen Schutz war die 77 Jahre alte Fluglinie – eine Ikone des amerikanischen Nationalstolzes – im Dezember 2002 geflüchtet. Zu diesem Zeitpunkt hat UAL nach Angaben Tiltons „täglich bis zu 6 Millionen Dollar verbrannt“. Im abgelaufenen Quartal habe das Unternehmen hingegen einen Cash-flow von 3 Mill. $ pro Tag eingefahren.

Der UAL-Chef sieht den Konzern auf gutem Weg, bis zum Jahr 2005 die jährlichen Kosten um 5 Mrd. $ zu senken. Hierzu steuert die Belegschaft die Hälfte bei, etwa in Form von Gehaltskürzungen. Durch die Einsparungen werden laut Tilton die Kosten pro angebotenem Sitzkilometer von über zehn Cent auf etwa acht Cent sinken. „Schon heute sind wir wieder global wettbewerbsfähig“, sagte Tilton, der früher im Top-Management der Erdölindustrie tätig war.

Den drastischen Kostenabbau hält Robert Czerwensky, Analyst bei der Vereins- und Westbank, für eine richtige Strategie. Wachstum nur über Preissenkungen zu realisieren, um die Flugzeuge mit Passagieren zu füllen, könne auf Dauer nicht funktionieren. Den Kostenabbau hielte er für die Kapitalmärkte noch überzeugender, wenn UAL mit dem Konkurrenten US Airways fusionieren würde.

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