US-Fluglinien hinken bei der Sanierung hinterher
Europäer gewinnen in Allianzen an Macht

Europas führende Fluggesellschaften hängen ihre amerikanischen Konkurrenten ab. Die Europäer kommen bei der Erneuerung ihrer Geschäftsmodelle zügiger voran als die Amerikaner. Das hat Konsequenzen für das sensible Machtgefüge in den drei global führenden Fluglinien-Kooperationen: Star Alliance, Oneworld und Skyteam.

HB DÜSSELDORF. Obwohl die Allianzen von Europäern und Amerikanern gemeinsam geführt werden – Lufthansa und United Airlines bei der Star Alliance, British Airways und American Airlines bei Oneworld sowie Air France und Delta Air Lines beim Skyteam – die Europäer geben verstärkt den Ton an. Begünstigt durch den rasanten Aufschwung des internationalen Luftverkehrsmarktes „sind die Europäer heute in einer noch stärkeren Position“, sagt Ulrich Horstmann, Luftfahrt-Analyst der Bayerischen Landesbank.

Beispielsweise erwartet Lufthansa-Konzernchef Wolfgang Mayrhuber in diesem Jahr wieder ein positives Konzernergebnis, „Lufthansa hat die Hausaufgaben gemacht“, sagt Uwe Weinreich, Analyst bei der HypoVereinsbank. Die Airline gewinnt das Vertrauen der Investoren zurück, ebenso wie Konkurrent British Airways. Auch die Aktie der Air France hat seit Jahresbeginn kräftig zugelegt. Die angeschlagene KLM, die gerade mit Air France fusioniert, rechnet mit einem Gewinn im zu Ende gegangen Geschäftsjahr 2003/2004.

Amerikas drei führende Fluglinien American Airlines, United Airlines und Delta Airlines hingegen kämpfen unverändert mit dem Problem unverhältnismäßig hoher Kosten. Der Kostenabbau kommt Analyst Horstmann zufolge zu langsam voran.

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