US-Händler kauft die Supermarktkette Daiei
Wal-Mart plant Expansion in Japan

Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart aus den USA will mit einem Einstieg bei der hoch verschuldeten Supermarktkette Daiei die Präsenz auf dem japanischen Markt deutlich ausbauen. Wal-Mart-Chef John Menzer, gerade zu Besuch in Japan, habe gestern persönlich einen Vorschlag über eine Sanierungsbeteiligung bei der staatlichen Wiederaufbauagentur IRC eingereicht, meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

bas TOKIO.Wal-Mart hatte die Investmentbanken Goldman Sachs und Dresdner Kleinwort Wasserstein beauftragt, eine Investition in die hoch verschuldete, zweitgrößte Supermarktkette Japans auszuloten. Daiei könnte Wal-Mart mit 266 Filialen vor allem bei Lebensmitteln, Kleidung und Möbeln Größenvorteile bringen, sagen Analysten. Bisher hält der US-Riese knapp 38 Prozent an der viertgrößten japanischen Supermarktkette Seiyu.

Seit Jahren wird um eine Rettung von Daiei gerungen. Zwei Sanierungspläne und hohe Schuldenerlasse durch die Banken konnten die Situation nicht ausreichend stabilisieren, auch wenn die Kette wieder Gewinne schreibt. Nun drängen die drei Hauptbanken, UFJ Holdings, die Sumitomo Mitsui Finanzgruppe und die Mizuho Finanzgruppe, Daiei, die Schulden von fast 1,1 Bill. Yen (acht Mrd. Euro) schneller abzubauen. Zurzeit wird über einen neuen Sanierungsplan verhandelt.

Neben Wal-Mart sollen auch die beiden japanischen Supermarktketten Aeon und Ito-Yokado Interesse an Daiei haben. Ebenso wird in Tokio über den Einstieg von Investmentfonds spekuliert. Auch andere ausländische Handelsunternehmen sind längst in Japan vertreten. Carrefour aus Frankreich etwa hatte vor vier Jahren einen schweren Start. Metro hat 2002 und 2003 zwei Cash-&-Carry-Märkte eröffnet. Ikea will 2005 in Japan starten.

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