US-Handel
Nur die Großen sind zufrieden

Das Weihnachtsgeschäft ist für die US-Einzelhändler schleppend angelaufen. Am ersten Handelstag nach Thanksgiving, dem „Black Friday“, hätten sie mit 0,9 Prozent etwas weniger umgesetzt als vor einem Jahr, berichtete die Forschungsgruppe ShopperTrak.

HB CHICAGO. Zwei Schwergewichte der Branche zeigten sich dennoch zufrieden: der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart und der Discounter J.C.Penney.

Die Verbraucher fühlten sich offenbar nicht unter Druck, früh die Weihnachtseinkäufe zu erledigen, teilte ShopperTrak mit. Das Institut führte die großen Rabatte in Geschäften außerhalb von Einkaufszentren und die lange Einkaufssaison in diesem Jahr zur Begründung an.

Anders bei Wal-Mart: Die Umsätze am vergangenen Freitag hätten sowohl in den Wal-Mart-Supermärkten als auch bei der Tochter Sam's Club die eigenen Erwartungen übertroffen, teilte der Konzern am Samstag mit. In einem Wal-Mart-Supermarkt in Florida war der Andrang auf besonders günstige Angebote sogar so groß, dass Sicherheitskräfte einschreiten mussten.

Zu den meistverkauften Artikeln zählten dem Unternehmen zufolge Computer und Puppen. Für den gesamten November sagte Wal-Mart bei unveränderter Verkaufsfläche ein Umsatzplus von 4,3 Prozent voraus.

Von guten Geschäften und ausgabefreudigen Kunden berichtete auch der US-Einzelhändler J.C. Penney. Umsatzrenner seien Sonderangebote wie Damenlederjacken, Diamantringe und DVD-Spieler gewesen.

Die Umsätze am Black Friday gelten als wichtiger Indikator dafür, wie sich die Geschäfte in den Monaten November und Dezember entwicklen. Traditionell werden in dieser Zeit etwa 25 Prozent des Jahresumsatzes erwirtschaftet. Experten zufolge warten jedoch immer mehr Kunden bis kurz vor Weihnachten mit ihren Einkäufen.

Der Freitag direkt nach Thanksgiving hat seinen Namen daher, dass der US-Einzelhandel meist erst ab diesem Tag Gewinne macht, beziehungsweise schwarze Zahlen schreibt. Auch in diesem Jahr boten viele Läden besondere Preisnachlässe an oder öffneten vor Sonnenaufgang, um Kunden anzulocken.

Seit dem Anstieg der Energiepreise und der US-Zinsen schauen Analysten genau auf Hinweise auf die Entwicklung der Konsumausgaben. Diese sind von zentraler Bedeutung für die US-Wirtschaft als Ganzes. Immerhin machen sie rund zwei Drittel des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft aus.

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