US-Kartellbehörden

Großreedereien dürfen fusionieren

Gemeinsam gegen die Krise: Die Containerschiff-Riesen CSAV und Hapag-Lloyd wollen fusionieren. Ein erster wichtiger Schritt ist getan: US-Kartellbehörden genehmigen die Fusion der beiden Unternehmen.
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Containerschiff der deutschen Reederei Hapag-Lloyd: Das Unternehmen will mit CSAV fusionieren. Quelle: dapd

Containerschiff der deutschen Reederei Hapag-Lloyd: Das Unternehmen will mit CSAV fusionieren.

(Foto: dapd)

HamburgDie Kartellbehörden der USA haben ihre Zustimmung zu der geplanten Fusion zwischen der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd und der Containersparte der chilenischen CSAV gegeben. Damit liege eine erste kartellrechtliche Genehmigung vor, teilte die beiden Unternehmen am Mittwoch in Hamburg und Valparaiso mit.

Insgesamt müssen ungefähr 15 Kartellbehörden rund um den Globus den geplanten Handel absegnen, der Hapag-Lloyd auf den vierten Rang unter den Containerreedereien bringen würde. Zu den wichtigsten zählen die Kartellbehörden der USA, der EU, Chinas, Brasiliens und Chiles.

Die größten Reedereien der Welt
SCHIFFE
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Platz 10 - Hanjin - 115 Schiffe

Die südkoreanische Reederei ist seit 1969 im Containergeschäft aktiv und steuert heute über 80 Häfen in mehr als 35 Ländern an. In Deutschland wurden die Koreaner durch ihre Beteiligung an der Bremer Reederei Senator Lines bekannt, die mittlerweile den Betrieb eingestellt hat.

Singapore shipper NOL sinks into the red, warns of full-year loss
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Platz 9 - APL - 123 Schiffe

Die American President Lines blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Mittlerweile gehört die Reederei vollständig der Neptun Orient Lines in Singapur und hat sich aus dem Passagiergeschäft verabschiedet. Die Containerschiffe von APL steuern heute 140 Länder an.

Containerriese in Hamburg
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Platz 8 - CSCL - 138 Schiffe

Die China Shipping Container Lines gehören zu den jüngsten Reedereien der Containerschifffahrt und gehört zur China Shipping Group. Seit 1997 expandiert die chinesische Reederei massiv - und steuert alleine in China über 40 Häfen an.

Deutsche Schifffahrt im Auge des Sturms
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Platz 7 - Hapag-Lloyd - 152 Schiffe

Durch die Fusion der Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (Hapag) und Norddeutscher Lloyd entstand 1970 einer der größten deutsche Logistik- und Transportunternehmen. Im Laufe der Unternehmensgeschichte, ging auch das Containergeschäft im Tui-Konzern auf. Mittlerweile gehört nur noch das Touristikgeschäft dem einstigen Mutterkonzern.

Containerschiff auf der Elbe
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Platz 6 - Cosco - 164 Schiffe

Die China Ocean Shipping Company wurde in Europa bekannt, weil die Reederei in der Finanzkrise 50 Prozent der Anteile am Hafen in Piräus übernommen hat. In der Containerschifffahrt haben die Chinesen ihr weltweites Netz in den vergangenen Jahren sukzessive ausgebaut.

A Container ship crosses the Suez Canal at Port Said
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Platz 5 - PIL - 175 Schiffe

Mit der Küstenschifffahrt und kleinen Liniendiensten von Singapur in die Häfen Südostasiens begann 1967 die Erfolgsgeschichte der Pacific International Lines. In den folgenden Jahrzehnten dehnte die Reederei ihr Containerliniennetz von Asien nach Europa und schließlich in die ganze Welt aus. Bis heute ist PIL ein Familienunternehmen.

To match Analysis USA-RETAIL/SHIPPING
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Platz 6 - Evergreen - 204 Schiffe

Anders als der Name vermuten lässt kommt auch die Reederei Evergreen aus China, genauer: aus Taipeh. Zur Reedereien gehören die Uniglory Marine aus Taiwan, die Evergreen Marine UK (vorher: Hatsu Marine) aus Großbritannien und die Lloyd Triestino (einst Österreichischer Lloyd, seit 2006 Italia Marittima). Darüber hinaus hält die Reederei Beteiligungen an der Fluggesellschaft Eva Air und an der Hotelkette Evergreen Laurel.

Eine geplante Zusammenarbeit der drei weltgrößten Reedereien war im Juni am Einspruch Chinas gescheitert. Hapag-Lloyd und CSAV wollen die Fusion bis zum Jahresende unter Dach und Fach bringen, wenn bis dahin alle Genehmigungen vorliegen.

  • dpa
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